Auswertung von rund 250 Fahrzeugtests
Hersteller-Verbrauchsangaben sind oft zu niedrig

Autokäufer können nach Angaben von Experten kaum auf die Verbrauchsangaben der Autohersteller vertrauen. Nach Erfahrungen des Auto Club Europa (ACE) in Stuttgart weichen die Werte deutlich von dem in der Praxis gemessenen Kraftstoffverbrauch ab.

dpa/tmn STUTTGART. Autokäufer können nach Angaben von Experten kaum auf die Verbrauchsangaben der Autohersteller vertrauen. Nach Erfahrungen des Auto Club Europa (ACE) in Stuttgart weichen die Werte deutlich von dem in der Praxis gemessenen Kraftstoffverbrauch ab.

Das habe eine Auswertung von rund 250 Fahrzeugtests ergeben, die der ACE seit dem Jahr 2000 vorgenommen hat. Die Verbräuche auf den Testkilometern wurden den Angaben der Hersteller nach dem sogenannten EU-Fahrzyklus gegenübergestellt. Dabei ermittelte der Club für alle getesteten Benzin- und Dieselfahrzeuge zusammen einen Durchschnittsverbrauch von 8,5 Litern pro 100 Kilometer. Die Herstellerangaben ergaben einen Wert von 7,2 Litern. Das entspreche einem höheren Energiebedarf von 19,6 Prozent.

Die Differenz erklärt sich laut ACE unter anderem durch das spezielle Messverfahren des EU-Normzyklus“, das wenig mit dem Alltag der meisten Autofahrer gemein habe: Der Verbrauch wird dabei innerhalb von 20 Minuten auf einem Rollenprüfstand bei 20 bis 30 Grad Umgebungstemperatur für ein genau festgelegtes Fahrprofil ermittelt. Der Mehrverbrauch durch elektrische Verbraucher wie eine Klimaanlage bleibt dagegen unberücksichtigt. In der Praxis ließen sich die Normwerte nur bei betont sparsamer Fahrweise erreichen, so der ACE.

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