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Auto-Auktionen: Keine Bieter für Honeckers Staatskarosse

Bei einer Auktion von ehemaligen Staatskarossen in Paris fand sich kein Käufer für den Prestige-Citroën des früheren DDR-Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker. Der 1989er Citroën CX Prestige Rallongée Turbo II ist eine Spezialanfertigung, die bestellt worden, bevor die Berliner Mauer fiel.

Das Foto zeigt einen Bugatti Typ 51 von 1933, der jetzt in Paris bei einer Oldtimer-Versteigerung fast eine Million Euro erlöste. Quelle: dpa
Das Foto zeigt einen Bugatti Typ 51 von 1933, der jetzt in Paris bei einer Oldtimer-Versteigerung fast eine Million Euro erlöste. Quelle: dpa

dpa PARIS. Eine Zil-Limousine des einstigen Kreml-Herrschers Leonid Breschnew wechselte bei einer Klassiker-Auktion in Paris für 188 100 Euro den Besitzer - doch Erich Honeckers Auto wollte keiner haben. Der Prestige-Citroen des früheren DDR-Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker stieß bei einer Versteigerung im Grand Palais kaum auf Interesse. "Es fand sich einfach kein Käufer für ihn", sagte Leonora Oldfield vom britischen Auktionshaus Bonhams am Sonntag.

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Der 1989er Citroën CX Prestige Rallongée Turbo II war eine Spezialanfertigung, die nach dem Fall der Mauer aber nicht mehr ausgeliefert worden war. Mit rund 42.000 Kilometern auf dem Tacho hatte sie bis zu 45.000 Euro erbringen sollen.

Ganz anders war das Interesse beim Aston Martin DB2/4 des belgischen Königs Baudoin: der 1955 ausgelieferte Wagen stellte nach Veranstalterangaben mit einem Preis von 333.500 Euro einen neuen Rekord für diesen Typ auf. Allein bei der Bonhams-Auktion wurde ein Umsatz von 10 Millionen Euro erzielt.

Unter den zu 73 Prozent verkauften Losen waren edle Klassiker wie der 1933er Bugatti Type 51 Grand Prix - ein Zweisitzer, der für 943.000 Euro den Besitzer wechselte. Ein Mercedes-Benz 540K Cabriolet aus dem Jahr 1937 brachte es immerhin noch auf 506.000 Euro, ein 1961 von Pininfarina für die damalige First Lady der USA - Jacqueline Kennedy - entworfenes Cadillac Coupé auf 212.750 Euro.

Bereits am Vortag war der Staats-Simca von Frankreichs Ex-Präsidenten Charles de Gaulle an einen Sammler gegangen, der 117.900 Euro für das Cabriolet hingeblättert hatte. Die Auktionen waren Teil der am Sonntag zu Ende gegangenen Klassiker-Messe "Retromobile", auf der mehr als 300 Aussteller und Clubs ihre Schätze präsentierten.

Der Zil und der Simca gehörten zuvor einem Museum. Neben den historischen Regierungsfahrzeugen wurden auch weitere edle Klassiker aus Privatbesitz versteigert, darunter ganze Sammlungen aus der Schweiz, Belgien oder Spanien.

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