Auto
Bosch setzt auf Secondhand-Ersatzteile

Rohstoffe werden immer teurer, Fahrzeuge immer älter. Der weltgrößte Automobilzulieferer Bosch zieht daraus Konsequenzen: Künftig will das Unternehmen verstärkt alte Bauteile aufarbeiten und verkaufen. Das hat auch Vorteile für den Autofahrer.

HB STUTTGART. Durch die Aufarbeitung alter Geräte, etwa von Generatoren, Kraftstoff- und Wasserpumpen, ließen sich Material- und Energiekosten sparen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Stuttgart mit. Das senke die Verkaufskosten um bis zu 30 Prozent – bei gleicher Qualität.

Bosch reagiert mit seiner Secondhand-Strategie auf eine veränderte Nachfrage: Immer mehr Fahrzeugbesitzer würden lieber gebrauchte Teile kaufen, so das Unternehmen. Gerade Produkte aus Kupfer, Stahl und Aluminium seien gebraucht deutlich billiger. Die Preise dieser Rohstoffe sind in den vergangenen Jahren kräftig gestiegen, vor allem weil die Nachfrage in den Schwellenländer gewachsen ist. Gleichzeitig werden die Fahrzeuge in Deutschland immer älter; im Durchschnitt hat ein Auto bereits acht Jahre auf dem Buckel.

Bosch arbeitet weltweit jährlich bereits rund 1,5 Millionen Kraftfahrzeugteile aus 21 Produktgruppen auf – Tendenz steigend. Dabei werden in den von Auto-Werkstätten gelieferten Geräten die Verschleißteile ersetzt und langlebige Bestandteile weitergenutzt.

Mit dem Ersatzteil-Geschäft setze Bosch einen mittleren dreistelligen Millionen-Betrag um und erwirtschafte Profite, sagte der zuständige Manager Christophe Decaix. Ein Ersatzteil-Kreislauf funktioniere jedoch nur in reifen Märkten.

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