Auto-Brände
Garagenplätze in Berlin werden teurer

Seit Jahresbeginn zündeten Vandalen in Berlin schon mehr als 300 Autos an. Das wirkt sich nun auch auf Angebot und Nachfrage bei Sicherheit versprechenden Garagen aus.

BerlinInzwischen brennen Autos in allen Bezirken und nicht mehr nur die Oberklasse, die Angst der Kfz-Besitzer steigt. Das Immobilienportal ImmobilienScout24 hat nun die Nachfrage nach Garagen in Berlin analysiert und stellt fest: Nachfrage und Preise stiegen in den letzten Monaten enorm an. Hatten 2009 noch durchschnittlich 2.400 Besitzer im Monat in Berlin einen überdachten Parkplatz für ihr Auto gesucht, so sind es im Jahr 2011 schon fast doppelt so viele: Etwa 4.500 Garagengesuche werden momentan durchschnittlich im Monat bei ImmobilienScout24 getätigt. Dies entspricht einem Anstieg von 88 Prozent. Seit Mai hat sich die Nachfrage nochmals erhöht und liegt jetzt bei 4.700 Gesuchen im Monat.

Die Preise zeichnen ein ähnliches Bild: Zahlte man für eine Berliner Garage noch Ende letzten Jahres durchschnittlich rund 38 Euro pro Monat Miete, stiegen die Preise aufgrund der erhöhten Nachfrage um 17 Prozent. Will man sein Auto in einem gesicherten Abstellraum parken, so muss man heute durchschnittlich 45,22 Euro investieren. Diese Zahlen beziehen sich allerdings nur auf die bei dem Immobilienportal geschalteten Anzeigen.

Insgesamt hat sich das Angebot an Garagenstellplätzen der erhöhten Nachfrage angepasst. Zu Anfang des Jahres 2010 waren durchschnittlich 573 Garagen-Angebote in Berlin im Monat bei ImmobilienScout24 zu finden. Im Juli waren 1.090 Angebote inseriert: ein Anstieg um 90 Prozent. Analysiert wurden die Nachfrage und die Angebote nach Garagen in Berlin im Zeitraum 2009 bis 2011.

Kommt es in einer bestimmten Gegend häufig zu Brandstiftungen, sollten Versicherte vorsichtig sein. Wenn etwa mit der Versicherung ein Rabatt für eine Garagennutzung vereinbart wurde, muss das Auto auch dort geparkt werden, sonst kann die Versicherung die Regulierung ablehnen. Wer keine Garage hat, darf sein Auto aber am Straßenrand parken. Das allein kann die Versicherung nicht als grobe Fahrlässigkeit werten.

Frank G. Heide
Frank G. Heide
Handelsblatt / Redakteur Auto + Motor
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