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Crash beim Linksabbiegen: Schadensersatz auch bei zu hohem Tempo

Beim Linksabbiegen haben Verkehrsteilnehmer nach Angaben des Deutschen Anwaltvereins (DAV) in Berlin eine besondere Verpflichtung zur Aufmerksamkeit.

dpa/gms BERLIN. Beim Linksabbiegen haben Verkehrsteilnehmer nach Angaben des Deutschen Anwaltvereins (DAV) in Berlin eine besondere Verpflichtung zur Aufmerksamkeit.

Sie sind nach einem Crash auch dann schadensersatzpflichtig, wenn der Gegenverkehr zu schnell gefahren ist, berichtet der DAV mit Berufung auf ein Urteil des Amtsgerichts Plön (Az.: zwei C 1 197/04).

In dem Fall war der Beklagte den Angaben zufolge auf einer Bundesstraße beim Linksabbiegen mit einem entgegenkommenden Auto kollidiert. Dessen Fahrer war statt der erlaubten 60 Stundenkilometer (km/h) mit 74 km/h unterwegs. Seine Schadensersatzforderung wies der Beklagte mit der Begründung zurück, dass er zu schnell gefahren sei.

Das Gericht verurteilte den Beklagten jedoch zur Übernahme des vollen Schadens. Eine Aufteilung komme nicht in Betracht. Als Begründung nannte das Gericht, dass Linksabbieger besonders vorsichtig und defensiv fahren und alle Vorsichtsmaßnahmen treffen müssten. Dies habe der Beklagte offensichtlich nicht getan, da er den Entgegenkommenden sonst rechtzeitig hätte sehen müssen.

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