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Griffige „Sohlen“ für Schnee und Eis

Für Autofahrer gibt es neben dem Sicherheitsgewinn ein weiteres Argument, von Sommer- auf Winterreifen zu wechseln. Erstmals gibt es eine gesetzliche Verpflichtung zum Einsatz einer Ausrüstung, die an die Witterungsverhältnisse angepasst ist.

dpa/gms HANNOVER/KöLN. Für Autofahrer gibt es neben dem Sicherheitsgewinn ein weiteres Argument, von Sommer- auf Winterreifen zu wechseln. Erstmals gibt es eine gesetzliche Verpflichtung zum Einsatz einer Ausrüstung, die an die Witterungsverhältnisse angepasst ist.

Fahrern mit Sommerreifen drohen Bußgelder und Punkte. Die Reifenhersteller rechnen daher mit einer größeren Umrüstquote als in den vergangenen Jahren und bieten für die Wintersaison zahlreiche Neuheiten an.

Nach Angaben des Reifenherstellers Continental in Hannover waren im vergangenen Winter 53,7 Prozent aller Autofahrer auf Winterreifen unterwegs. Unternehmenssprecher Klaus Engelhart geht für die kommende Saison von „durchaus zehn Prozent mehr Autofahrern“ aus, die ihren Wagen auf Winterreifen umrüsten. Nicht zuletzt deshalb erweitert der Marktführer sein Programm um den „Conticrosscontact Winter“. Der Reifen ist laut Hersteller speziell auf Geländewagen zugeschnitten.

Er ist bis 240 Stundenkilometer (km/h) freigegeben und in 17 verschiedenen Größen erhältlich. Er passt auf Felgen von 15 bis 21 Zoll und ist lieferbar in Breiten zwischen 205 und 295 Millimetern. Parallel zum SUV-Reifen von Conti bringt die Tochterfirma Semperit nach Konzernangaben für Fahrzeuge von der Mittelklasse aufwärts den „Speed-Grip“ an den Start, der auch für 240 km/h freigegeben ist.

Goodyear startet mit dem „Ultragrip Performance“ in den Winter. Der Reifen für Hochleistungs- und Luxusfahrzeuge sei so ausgelegt, dass damit auch Fahrer leistungsstarker Wagen „das Potenzial ihrer Fahrzeuge in der kalten Jahreszeit ausreizen können wie im Sommer“, teilt das Unternehmen in Köln mit. Der in mehr als 20 Dimensionen und bis zur Geschwindigkeitsklasse V für 240 km/h verfügbare Reifen biete mehr Traktion und Grip bei Eis und Schnee. Außerdem soll es besseren Aquaplaningschutz und mehr Sicherheit bei Schneematsch geben.

Auch der französische Hersteller Michelin startet auf neuen Sohlen in den Schnee. Nach Angaben des Unternehmens am Deutschlandsitz in Karlsruhe steht in diesem Winter erstmals der „Alpin A3“ bereit. Dieser Reifen für Felgen von 13 bis 17 Zoll und Geschwindigkeiten bis 190 km/h ist konzipiert für Fahrzeuge der Kompakt- und Mittelklasse sowie für Großraumlimousinen.

Während es bei Dunlop nach Angaben des Herstellers in Hanau nur ein erweitertes Programm für den „SP Winter Sport 3D“ mit 19 neuen Spezifikationen für 15- bis 19-Zoll-Felgen gibt, geht bei Fulda ebenfalls ein neuer Reifen an den Start. Dort kommt nach Angaben des Unternehmens in Fulda der „Kristall Montero 2“ auf den Markt. Im Vergleich zum Vorgänger soll er besseren Kontakt zur Fahrbahn bieten, was kürzere Bremswege und mehr Traktion bewirkt. Den Reifen gibt es in mehr als 20 Ausführungen von 14 bis 16 Zoll für bis zu 190 km/h.

Während die Mitteleuropäer den Winter im Blick haben, denken die Finnen offensichtlich schon eine Saison weiter. So hat Nokian bereits die nächste Generation Sommerreifen vorgestellt. Wie das Unternehmen bei einer Präsentation in Prag mitteilte, kommen die Reifen „Nokian V“ und „Nokian H“ für bis zu 210 und 240 km/h im Frühjahr 2007 auf den Markt. Beim Generationswechsel seien die Eigenschaften bei Nässe und der Schutz vor Aquaplaning verbessert worden, teilten die Finnen mit ? nach der Schneeschmelze sicher eine gute Idee.

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