Auto
Haftpflichtversicherung muss „Rettungskosten“ übernehmen

Um bei Rettungsmaßnahmen entstandene Kosten erstattet zu bekommen, müssen sich Autofahrer an die Haftpflicht- oder Kaskoversicherung des Unfallopfers wenden. Das bestätigt der des Adac in München.

dpa/gms MüNCHEN. Um bei Rettungsmaßnahmen entstandene Kosten erstattet zu bekommen, müssen sich Autofahrer an die Haftpflicht- oder Kaskoversicherung des Unfallopfers wenden. Das bestätigt der des Adac in München.

Danach bezahlt sie in der Regel das Neubefüllen eines Feuerlöschers nach dem Löschen eines Autobrandes oder die Reinigung von Kleidung, die beim Retten von Verletzten verschmutzt wurde.

Ein brennendes Auto mit dem eigenen Feuerlöscher zu löschen, gelte als so genannte Rettungstat, sagte Adac-Sprecher Maximilian Maurer. Da man der Versicherung hilft, den Schaden zu minimieren, werde diese meist bereit sein, die Kosten für das Neubefüllen des Feuerlöschers zu übernehmen. Falls nicht, müssten Helfer privatrechtliche Ansprüche an den Fahrzeughalter beziehungsweise an die Geretteten stellen.

Geht es um die Rettung von Menschenleben, sei ohnehin immer die Haftpflichtversicherung der Betroffenen zuständig. Juristen argumentieren laut Maurer mit der „Geschäftsführung ohne Auftrag“. Das heißt, man nimmt an, dass Unfallopfer, wenn sie bei Bewusstsein gewesen wären, Ersthelfer mit ihrer Rettung beauftragt hätten - damit müssten sie oder ihre Versicherung auch für die Kosten aufkommen.

Bedenken hinsichtliche der Kostenübernahme sollten allerdings für Autofahrer kein Argument sein, bei einem Unfall oder Fahrzeugbrand nicht einzugreifen, betont der Adac-Sprecher: „Wenn ich die Chance habe, ein Menschenleben zu retten, was jucken mich dann die 50 Euro für die Feuerlöscherfüllung?“

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