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Neue Transporter buhlen um Kunden

Fast alle Anbieter von Transportern haben in diesem Jahr ihre wichtigsten Baureihen erneuert oder eine Erneuerung angekündigt. Denn die Transportbranche ist im Aufwind, meldet der Branchendienst CSM Worldwide im hessischen Bad Homburg.

dpa/gms BAD HOMBURG/STUTTGART. Fast alle Anbieter von Transportern haben in diesem Jahr ihre wichtigsten Baureihen erneuert oder eine Erneuerung angekündigt. Denn die Transportbranche ist im Aufwind, meldet der Branchendienst CSM Worldwide im hessischen Bad Homburg.

Demnach registrieren die großen Kastenwagen für bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht auf dem deutschen Markt einen Zuwachs von 18 Prozent auf 125 000 Autos im Jahr 2005. „Zurückzuführen ist das vor allem auf die Politik“, erklärt CSM-Marktanalyst Henner Lehne. Insbesondere die Einführung der Mautpflicht für schwerere Fahrzeuge sei für den Boom der leichten Lademeister verantwortlich.

Von Mercedes steht seit ein paar Wochen ein neuer Sprinter bei den Händlern. Den Transporter, der den deutschen Markt laut CSM Worldwide mit großem Abstand dominiert, gibt es in zahlreichen Varianten. „Wenn man vom neuen Sprinter spricht, muss man eigentlich von 1 000 Sprintern sprechen, denn allein aus der Kombination der drei unterschiedlichen Radstände, vier Längen, drei Höhen, vier Gewichtsklassen, den Aufbau- und Antriebskonfigurationen ergeben sich rund 1 000 Grundmodelle“, erklärt Mercedes-Nutzfahrzeugvorstand Andreas Renschler in Stuttgart.

Wie schon sein Vorgänger wird der Sprinter in einer Kooperation mit VW gebaut. Dort trägt die Neuauflage den Namen Crafter und ist wie der Stuttgarter Zwilling noch einmal gewachsen: Je nach Aufbau bietet der Transporter nun rund zwei Tonnen Nutzlast, maximal 17 Kubikmeter Stauraum und bis zu 4,70 Meter Ladelänge.

Wichtigste Wettbewerber des Doppels sind die drei Transporter Ducato, Boxer und Jumper. Fiat, Peugeot und Citroën produzieren sie gemeinsam in Italien und bringen sie nun in die dritte Generation. Auch diese Fahrzeuge gibt es den Herstellern zufolge jeweils in einem guten Dutzend Aufbauvarianten sowie mit mehr Platz und mehr Nutzlast als früher. Außerdem ist das Trio mit neuen Motoren unterwegs, die weniger verbrauchen und sauberer verbrennen.

Dazu gesellt sich in diesen Tagen nach Angaben von Ford-Pressesprecher Isfried Hennen in Köln die jüngste Auflage des Transit. Die sechste Generation des Lastenträgers tritt an mit sieben neuen, nach Euro4-Norm eingestuften Motoren, einem erweiterten Sicherheitspaket, noch mehr Modellvarianten und einem neuen Design.

Ebenfalls von Grund auf erneuert wurde der Iveco Daily. Auch er stammt aus dem Fiat-Konzern, macht dem Ducato aber keine Konkurrenz. „Der Daily fängt dort an, wo der Ducato aufhört und wendet sich vor allem an Kunden, die mehr als zwei Tonnen Nutzlast suchen“, sagt Fiat-Sprecher Claus Witzeck in Frankfurt/Main. Daher bietet Iveco den Daily auch mit Zwillingsreifen und einer Freigabe für 6,5 Tonnen Gesamtgewicht an.

Damit allerdings ist das Premierenfeuerwerk noch nicht verraucht. Denn auch die Kooperation von Opel und Renault geht in die nächste Runde. Für den Herbst haben die beiden Hersteller die Nachfolger ihrer beiden Transporterbaureihen Opel Vivaro/Renault Trafic und Opel Movano/Renault Master angekündigt. Und auch Allianzpartner Nissan wird nach Informationen aus der Deutschlandzentrale in Brühl bei Köln wieder Ableger dieser Transporter bauen.

„Zwar standen Betriebs- und Unterhaltskosten schon immer im Fokus, doch nun positionieren sich die Fahrzeuge auch über Sicherheit, Design und Komfort“, erklärt Marktanalyst Lehne einen Trend bei allen Neuentwicklungen. So hat der VW Crafter nach Unternehmensangaben ein „markantes Gesicht“ bekommen, das ihn in die Nähe zu einem echten LKW rücken soll. Für die neu entdeckte Sicherheit steht bei Mercedes und VW der serienmäßige Einsatz des elektronischen Stabilitätsprogramms ESP, das auch den unterschiedlichen Beladungszuständen Rechnung trägt. Ein ähnliches System ist - teilweise aber gegen Aufpreis - auch für Daily, Transit, Ducato, Boxer und Jumper erhältlich.

Das Interieur wurde bei vielen der Lademeister gründlich aufgewertet. Auch bei den Ausstattungsoptionen machen die Nutzfahrzeuge Boden gut und warten nun mit bis zu sechs Airbags, Kurvenlicht, Telematik-Lösungen, Ledersitzen oder Rückfahrkameras auf.

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