Auto-Salon Genf
Mit doppelter Kraft

Die Kombination aus Elektro- und Benzinmotor sorgt auch auf der in der nächsten Woche beginnenden Autoshow in Genf wieder für Gesprächsstoff. Während die Japaner ihren Vorsprung mit neuen Hybridmodellen weiter ausbauen, sind von europäischen Herstellern nur wenige Neuerungen und Prototypen zu erwarten.

FRANKFURT. Die französische PSA-Gruppe wird zwar zwei Diesel-Hybride zeigen – einen Peugeot 307 Coupé-Cabrio und einen Citroen C4. Beide sind jedoch noch Konzeptfahrzeuge mit der vagen Aussicht auf einen Produktionsbeginn 2010.

So bleibt das Antriebs-Konzept, das Anfang der 70er Jahre an der Technischen Hochschule in Aachen entwickelt wurde, fest im Griff der japanischen Konkurrenz. Vorreiter Toyota zeigt neue Hybrid-Modelle vor allem seiner Premium-Marke Lexus, sowohl Geländewagen als auch Limousinen. Mazda präsentiert mit dem 3 MPS ein Konzeptfahrzeug eines Wasserstoff-Hybriden. Und Mitsubishi stellt als neues Antriebskonzept einen Wagen mit Elektromotoren in allen vier Rädern vor, allerdings noch ohne Stromquelle – als Energielieferant wären Verbrennungsmotoren ebenso wie Brennstoffzellen denkbar.

So weit sind die amerikanischen und europäischen Hersteller noch lange nicht. Damit der Abstand zu den japanischen Konkurrenten nicht zu groß wird, haben sich einzelne Hersteller zu Kooperationen entschlossen: General Motors, Daimler-Chrysler und BMW betreiben gemeinsam ein „Hybrid Development Center“ im amerikanischen Troy. Und VW lässt wesentliche Systemteile beim Zulieferer-Team Continental/ZF entwickeln und kooperiert mit Porsche.

Die Arbeitsteilung macht Sinn. Denn der Hybrid-Antrieb ist keine leichte Entwicklungs-Aufgabe. Um einen Verbrennungs- und einen oder mehrere Elektromotoren, die gleichzeitig als Generatoren arbeiten, effizient zusammen wirken zu lassen, bedarf es einer hochkomplexen Elektronik samt Software, neuer Getriebekonzepte und Batterien mit hoher Speicherdichte.

Schon die Zutaten lassen es vermuten: Ein wesentliches Ziel muss es sein, das Fahrzeug mit dem Doppelantrieb nicht zu schwer werden lassen. Denn zusätzliches Gewicht würde einen guten Teil der erwünschten Energieeinsparung wieder auffressen.

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