Auto
Skurriles und Schnelles auf der Essen Motor Show

Angesichts leerer Geldbeutel und steigender Spritpreise hat die Lust am Auto in so manchen Dämpfer erfahren. Auf der anderen Seite gibt es aber zum Jahresende schon traditionell ein Ereignis, das den Spaß am Auto wieder in den Vordergrund rückt.

dpa/gms ESSEN. Angesichts leerer Geldbeutel und steigender Spritpreise hat die Lust am Auto in so manchen Dämpfer erfahren. Auf der anderen Seite gibt es aber zum Jahresende schon traditionell ein Ereignis, das den Spaß am Auto wieder in den Vordergrund rückt.

Denn die Essen Motor Show (1. bis 10. Dezember) hat sich allem anderen als der automobilen Sachlichkeit verschrieben. Hier zeigen Tuner Motoren, die nach einem beherzten Gasfuß verlangen. Und hier gibt es die ungewöhnlichsten Anbauteile.

In erster Linie aber versteht sich die Motorshow nach Angaben der Messe Essen als Leitmesse der großen Autoveredler. Und die wollen auch in diesem Jahr wieder beweisen, was sich aus einem Durchschnittsauto von der Stange mit dem richtigen Einsatz von Geld so alles machen lässt - passend zum diesjährigen Motto der Messe „Your Car is more“ („Dein Auto ist mehr“).

Zwar werden die meisten Neuheiten erst in den Messehallen enthüllt. Was dabei aber an Neuem im Vordergrund stehen wird, das lässt sich zumindest schon erahnen. „Es werden sicherlich alle neuen Serienmodelle in überarbeiteter, veredelter Form gezeigt“, meint Hans-Jörg Köninger, Geschäftsführer des Verbandes deutscher Automobiltuner (Vdat) in Hiltmannsdorf (Bayern). Die Palette dürfte daher vom aufgepeppten neuen Audi TT bis zu veredelten Ausführungen der gerade angetretenen nächsten Mini-Generation von BMW gehen.

Dass der Audi TT eines der wichtigen Themen ist, bestätigt auch ABT-Sportsline in Kempten. Laut Sprecherin Marieke Teunissen wird das Tuning-Unternehmen ein veredeltes Exemplar des Audi-Coupés ins Rampenlicht stellen. Doch die Tuner werden ihre Arbeit und ihre Ideen nicht nur anhand von käuflichen Fahrzeugen vorstellen. Wie bei den großen Herstellern versucht man sich auch in dieser Sparte gern einmal an Studien. Wie zum Beispiel bei AC-Schnitzer in Aachen: „Wir werden unter anderem ein Konzeptfahrzeug auf Basis des Z4-Coupés von BMW zeigen“, so Firmensprecherin Susanne Müllejans. Wie dieses Konzept am Ende aussehen wird, ist allerdings noch ein Geheimnis.

Kein Geheimnis ist dagegen, dass auch die Autohersteller selbst die Motor Show in Essen immer wieder nutzen, um sich und ihre Modelle in ein sportlicheres Licht zu rücken. Gemunkelt wird bisher, dass Volkswagen ein besonders leistungsstarkes Topmodell des Passat dabei haben wird.

Neben den mehr oder weniger straßentauglichen Exponaten haben in Essen Sonderschauen einen großen Stellenwert, bei denen es mehr ums Staunen als um das Fahren an sich geht. Gezeigt werden dabei Designstudien ebenso wie nahezu unbezahlbare Oldtimer oder auch ganz und gar verrückte Kreationen.

Angekündigt sind unter anderem Motorrad-Eigenbauten, die auf der „The Rat's Hole Custom Bike Show“ in Daytona in den USA in diesem Jahr für Aufsehen gesorgt haben: So beweist der Eigenbau „The Tom-Z“, dass bei einem so genannten Trike die Reifen am Heck nicht parallel angeordnet sein müssen, sondern auch hintereinander sitzen können. Hinter dem Kürzel „F1“ wiederum verbirgt sich ein 40 000 Dollar (32 000 Euro) teurer Chopper in Ferrari-Rot, der Michael Schumacher gewidmet ist.

Auch ein Blick in die Zukunft wird gewagt - und zwar mit Prototypen, die von Studenten der Hochschule für Gestaltung in Offenbach geschaffen wurden. Die Modelle „Hyanide“, „Baal“ und „Horon“ stellen Raupen-Motorräder dar, die je nach Auslegung für den Geländeeinsatz oder auch ausgedehnte Reisen gedacht sind. „Mila“ ist der Name einer Studie der Firma Magna Steyr aus Graz - der einsitzige Sportwagen mit Formel-1-Optik wird mit Erdgas betrieben.

Eine weitere Sonderschau widmet sich besonders edlen klassischen Autos - vor allem solchen Exemplaren, die bei Schönheits-Wettbewerben in aller Welt Pokale gewinnen konnten. Unter anderem ist ein Isotta Fraschini 8A SS Castagna Torpedo Sport aus dem Jahr 1930 zu sehen. Verschiedene Bugatti und Rolls-Royce sind ebenfalls angekündigt. Um Klassiker etwas anderer Art geht es in der Schau „Die 24 Stunden von Le Mans“: Hier werden rund 20 Sportwagen aus der Zeit von 1924 bis heute präsentiert, die das legendäre Langstrecken-Rennen gewinnen konnten.

Informationen: Die Essen Motorshow findet vom 1. bis 10. Dezember auf dem Messegelände in Essen statt. Geöffnet sind die Messehallen täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr, Sonnabend und Sonntag von 9.00 bis 18.00 Uhr. Eine Tageskarte für Erwachsene kostet 16 Euro.

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