Auto-Technik: Wenn die Hinterräder mitlenken

Auto-Technik
Wenn die Hinterräder mitlenken

Eine verbesserte Fahrdynamik in Kurven und ein engerer Wendekreis sind Vorteile, die vier gelenkte Räder einem Fahrzeug bescheren. Die Technik gab es schon 1930, ZF erfindet sie nun neu.
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FriedrichshafenEine verbesserte Fahrdynamik in Kurven und ein engerer Wendekreis sind Vorteile, die vier gelenkte Räder einem Fahrzeug bescheren. Zudem erhöhen sich dadurch der Fahrkomfort und die Sicherheit. Der ZF-Konzern entwickelte mit der "Active Kinematics Control" (AKC) eine aktive Spurregelung der Hinterräder, die erstmals bei Porsche im GT3 und 911 Turbo zum Einsatz kommt.

Dynamische Kurvenfahrten verkörpern nur einen Vorteil einer aktiven Allradlenkung. Das System hilft ebenso bei plötzlichen Ausweichmanövern und verbessert damit die aktive Sicherheit. Dabei lenken auch die Hinterräder mit, wenn es gilt, durch ESP- und Lenkeingriffe das Fahrzeug unter Kontrolle zu halten. Auch bei starken Bremsmanövern auf Fahrbahnen mit loser oder glatter Oberfläche hilft die aktive Hinterradlenkung.

Bei diesen sogenannten "My-Split"-Bremsungen halten die Hinterräder ebenfalls durch gezielte Lenkbewegungen das Fahrzeug in der Spur. Generell ist mit der Hinterachslenkung der Lenkaufwand geringer und das Fahrverhalten agiler.

Bei der aktiven Spurregelung der Hinterachse des von ZF entwickelten Systems ersetzen ein oder zwei verstellbare Lenker die passiven Spurstangen der Hinterachse. Als Herzstück des Systems bezeichnen die Ingenieure in Friedrichshafen das modular konstruierte Stell- bzw. Antriebselement den "Aktuator", der die Spur der Räder verstellt und der in unterschiedliche Hinterachssysteme passt.

Eine elektronische Regelung steuert diese aktive Achsenverstellung. Die Regelung steuert die Aktuatoren an, überwacht das Gesamtsystem und überprüft sämtliche Aktuatoren und Sensoren auf korrekte Funktion hin. Verändert der Lenker während der Fahrt seine Länge oder seine Lage, ergibt sich, abhängig von der Achsbewegung, eine Spurwinkeländerung in der Größenordnung von drei Grad am Hinterrad.

Mit dem AKC-System kommen beim Porsche 911 Turbo zwei elektromechanische Aktuatoren statt der konventionellen Spurlenker links und rechts an der Hinterachse zum Einsatz. Damit variiert der Lenkwinkel der Hinterräder je nach Geschwindigkeit bis zu 2,8 Grad.

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  • Lenkende Hinterräder der letzte Schrei? Also wirklich! Das kostet nur mehr Gewicht und zusätzliche, anfällige Elektronik und Hydraulik. Warum muss man das Auto immer Reparatur-anfälliger gestalten?

    Den Wendekreis hätte man auch einfacher, durch größere Auslenkung der Vorderräder erreichen können, ohne jedwede Mehrkosten an der Hinterachse.

  • Ich fahre das Renault Laguna Coupé mit Vierradlenkung und kann der Aussage von esboern nach den Praxiserfahrungen guten Gewissens widersprechen: deutlich kleinerer Kurvenradius als bei vergleichbaren Autos, leichteres Einparken und deutlich bessere Stabilität beim Kurvenfahren bei hohen Geschwindigkeiten. Aus meiner Sicht eine sinnvolle Technik!

  • Alles Käse, nur ein Verkaufsgeg, von dem der Verkehrsteilnehmer nichts spürt u. auch nicht sicherer fährt. 2000 Euro für eine Luftblase, schon beim BMW 850i konnte die Hinterachslenkeng keinem Jornalisten durch besseres Fahrverhalten gezeigt werden. Heute sind Luftblasen sehr gefragt u. es wird viel Geld dafür ausgegeben(Schulden)

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