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Tuning für Vorgängermodelle bleibt im Trend

Spätestens wenn die Hersteller einen Nachfolger vorstellen oder ein neues Design einführen, wirken bisher aktuelle Modelle irgendwie altbacken. Doch für viele kommt ein Neuwagenkauf nicht in Frage. Für sie bietet die Tuning-Branche Alternativen.

dpa/gms ESSEN. Spätestens wenn die Hersteller einen Nachfolger vorstellen oder ein neues Design einführen, wirken bisher aktuelle Modelle irgendwie altbacken. Doch für viele kommt ein Neuwagenkauf nicht in Frage. Für sie bietet die Tuning-Branche Alternativen.

Sie erneuert regelmäßig ihr Zubehörsortiment für ältere Fahrzeugtypen, um diese optisch aufzupeppen, wie sich derzeit bei der Essen Motor Show (25. November bis 6. Dezember) zeigt. Manche Umbausätze verschaffen den Alten sogar das Aussehen der Neuen.

So zeigt etwa das Unternehmen Kerscher in Essen einen Umbausatz für ältere Audi A3. Der Karosserie-Bausatz „K-Style“ verschafft Exemplaren der Baureihe 8L das neue Familiengesicht der Ingolstädter Marke mit dem „Singleframe“-Grill. Das Lifting kostet laut Kerscher 1 119 Euro. Auch der Tuner Rieger hat sich des Audi A3 8L angenommen. Dort erhalten Kunden den Grill auf Wunsch im RS-Look mit markantem Gitter.

Rieger bietet außerdem für Fahrer des Opel Corsa B Neues. Eine Frontschürze für 319 Euro verschafft der Vorgängergeneration des aktuellen Kleinwagens aus Rüsselsheim eine Art „Haifischmaul“. Spoiler, Seitenschweller und Räderkombinationen sind bei Rieger auch für die jüngst abgelöste Passat-Baureihe 3B von VW erhältlich.

Auf Modelle der VW-Schwestermarke Skoda hat sich indes Milotec spezialisiert. Während der neue Octavia RS bei Skoda bereits in den Startlöchern steht, hat sich der Tuner des Vorgängermodells angenommen: Ein Motorhauben-Aufsatz, eine Dachhutze und eine wuchtige Frontschürze sollen dem Modell ein neues „Gesicht“ verschaffen.

Fahrer nicht mehr brandneuer 3er BMW können sich an die Firma Mattig wenden. Die zeigt auf der Essen Motor Show einen aufgemotzten 3er-BMW im „Ticky Style“. Das Showcar auf Basis einer E46-Limousine verfügt über eine Metallic-Lackierung mit Wellenverzierungen in den Farbtönen Perlmutt und Blau. Außerdem hat das Unternehmen auffällige Karosserieanbauten vorn und hinten sowie goldverchromte „Wellenreiter“-Speichenfelgen montiert.

Die Resonanz auf Optik-Nachrüstzubehör ist nach Angaben von Eduard Pogea geteilt. „Es gibt Leute, die auf dem alten Look beharren - andere wollen unbedingt die Umrüstung auf das neue Design“, sagt der Geschäftsführer von Pogea Racing aus Oberteuringen. Pogea hält es für wichtig, das Nachrüst-Sortiment auf dem neuesten Stand zu halten: „Es gibt verschiedene Geschmäcker, und diese müssen abgedeckt werden.“

Nach Angaben von Hans-Jörg Köninger, Geschäftsführer des Verbands Deutscher Automobiltuner (Vdat), zielen die Firmen mit diesem Angebot vor allem auf die 18- bis 25-Jährigen. In dieser Altersgruppe werde beispielsweise ein VW Golf III oder ein älterer Opel Astra noch häufiger gefahren.

Zudem seien die jüngeren Tuning-Fans sehr aktiv und möbelten ihre Autos mit großer Hingabe peu á peu auf. „Oft hängt hinterher mehr dran als beim Neufahrzeug“, sagt Köninger. Am Gesamtgeschäft der Branche hat das Tuning älterer Autos laut Köninger einen Anteil von etwa 20 Prozent. „Den größten Anteil machen die neuesten Modelle aus“, sagt der Vdat-Geschäftsführer.

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