Auto-Unterhaltkosten Benzinpreise belasten Pendler

Einen "Muster-Pendler", der täglich 80 Kilometer weit im VW Golf fährt, kostet der Berufsweg rund 9.200 Euro im Jahr. Vor vier Jahren reichten noch 6.000 Euro.
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Angesichts der gestiegenen Spritpreise deckt die Pendlerpauschale nur noch einen kleinen Teil der Kosten für den täglichen Berufsweg von Autofahrern. Quelle: dpa

Angesichts der gestiegenen Spritpreise deckt die Pendlerpauschale nur noch einen kleinen Teil der Kosten für den täglichen Berufsweg von Autofahrern.

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Berlin/MünchenDie hohen Benzinpreise bringen Berufspendler einem Zeitungsbericht zufolge in finanzielle Bedrängnis. Bei einem Muster-Pendler, der täglich mit einem VW Golf von Frankfurt nach Mannheim und zurück fahre (80 Kilometer), fielen im Jahr derzeit Kosten von rund 9.200 Euro für den Arbeitsweg an, berichtet die „Bild“-Zeitung in ihrer Donnerstagausgabe unter Berufung auf Berechnungen des Bundes der Steuerzahler. Das entspreche 53 Cent pro Entfernungskilometer.

Vor vier Jahren habe der Pendler noch rund 37 Cent pro Entfernungskilometer aufwenden müssen, bzw. 6.000 Euro pro Jahr. Lediglich 30 Cent könne der Arbeitnehmer als Pendlerpauschale von der Steuer absetzen. Die wurde 2004 eingeführt, als der Spritpreis noch bei 1,13 Euro pro Liter lag. Der Bund der Steuerzahler (BdSt) bekräftigte gegenüber der Zeitung seine Forderung nach einer Erhöhung der Pendlerpauschale. „Unser Beispiel zeigt: Die Pauschale muss neu berechnet werden“, sagte BdSt-Vizepräsident Reiner Holznagel.

Trotz der Rekordpreise für Benzin wird die Pendlerpauschale abert wohl nicht erhöht. Dies hatte das Bundesfinanzministerium bereits am Tag zuvor klargestellt. Zum einen seien Schwankungen der Treibstoffpreise üblich, sagte ein Sprecher. Zum anderen gelte die Entfernungspauschale ja nicht nur für Autofahrer, sondern unabhängig vom Verkehrsmittel, sodass viele Pendler von der Benzinpreiserhöhung gar nicht betroffen seien.

Zuvor hatte auch der CSU-Abgeordnete Karl Holmeier gesagt, angesichts der massiv steigenden Spritkosten müssten autofahrende Berufspendler mit einer höheren Pendlerpauschale entlastet werden. Der SPD-Wirtschaftspolitiker Garrelt Duin und Linkenchef Klaus Ernst hatten am Wochenende bereits für eine Erhöhung der Pauschale plädiert. Der Vorsitzende des Bundestags-Finanzausschusse, Volker Wissing (FDP), lehnte eine höhere Pauschale ab. „Die Mehrbelastungen der Autofahrer sind vor allem der Preispolitik der Energieunternehmen geschuldet. Der Staat kann mit den Steuern nicht die Preiserhöhungen privater Unternehmen ausgleichen, das würde diese lediglich zu weiteren Preissteigerungen animieren“, sagte Wissing.

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9 Kommentare zu "Auto-Unterhaltkosten: Benzinpreise belasten Pendler"

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  • Was der Staat davon hat?
    Mehreinnahmen bei Mineralöl- und Ökosteuer sowie durch höheren Verschleiß, Gewerbesteuer Einnahmen von Autohändlern und Werkstätten!

  • Wer schlau ist fährt schon lange mit Autoags...Pendeln steuerlich zu fördern ist Umweltverschmutzung. Besser sollte, wie in NL der Fall ist, der Arbeitgeber eine Pauschale zahlen und nicht der Staat. Was hat denn der Staat davon dass Leute weite strecken zur Arbeit fahren?

  • Einfach Quittungen aufbewahren und einreichen als Werbungskosten.

    Gewinn war schon immer Einnahmen minus Ausgaben.

  • 1. Warum fährt er Golf und nicht was Kleineres?

    2. Warum fährt er überhaupt mit dem Auto?

    3. Warum zieht er nicht in die Nähe der Arbeit? Weil er sich da, wo's billig war, ein Häuschen gekauft hat? Und das soll ihm jetzt die Allgemeinheit mit finanzieren?

  • PENDLERPAUSCHALE streichen ist o.k. . Aber nur wenn gleichzeitig die steuerliche Bevorzugung sämtlicher sogenannter "Geschäftswagen" mit abgeschafft wird. Da dieses offensichtlich nicht durchsetzbar ist, sollten Arbeitnehmer weitere steuerliche Vergünstigungen für ihren PKW -im Rahmen der Gleichbehandlung von Steuerzahlern- EINKLAGEN.

  • Wissing redet Unsinn: Auch der Staat profitierte sehr stark über höhere Steueranteile und auch über 19% UMST und würde nur etwas zu Unrecht Abkassierte zurückgeben.

  • Durch die dreiste und tatsachenverdrehende Argumentation der o.g. Politiker wird nur versucht, die Pendler davon abzuhalten, ihre höheren Werbungskosten beim Finanzamt geltend zu machen und dies offensiv über Finanzgericht und BFH erfolgreich durchzuklagen. Vor Gericht ist schon so manche veraltete und unzutreffende Regelung gekippt. Vor wenigen Jahren hat das BMF bereits mehrere höchstrichterliche Niederlagen zum Thema "Pendlerpauschale" hinnehmen müssen. Weshalb darf denn der private Unternehmer seine Tankquittungen (bis auf die private Pkw-Nutzung) vollständig abrechnen ? Das ist eine nicht hinzunehmende Ungleichbehandlung von Arbeitnehmern und Unternehmern.

  • Wissing ist ein Lügenmaul. Die Mehrbelastung ist nicht der Preispolitik der Energie konuerne geschuldet, sondern der Steuer- und Abgabenpolitik des Staates. So dumm wie ihr Politiker sind wir Normalbürger nicht. Auch wenn ihr noch so oft eure Lügen durch die politisch gekauften Medien verbreitet. Die Wahrheit lässt sich nicht so einfach verdrängen.

  • Wunderbares Beispiel: fährt von Mannheim nach Frankfurt - da fahren auch Züge, und für 9200 EUR kriegt er gleich MEHRERE JAHRESNETZKARTEN der Bahn. Eig. sollte man ihm die Pauschale gleich streichen wegen Umweltgefährdenden Verhaltens.
    Ausserdem: Wenn ich in die teure Stadt ziehe, wo ist dann meine "Teurere Miete Pauschale"?? Wieso dann eine Pendlerpauschaule, die lediglich das Zersiedeln der Landschaft befördert???
    MEINETWEGEN: Pendlerpauschale Ja, aber NUR BIS ZUR NÄCHSTEN HALTESTELLE DES ÖPNV, WO MIND. STÜNDLICH EINE ABFAHRT IST!!!

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