Auto-Unterhaltskosten Benzin so billig wie vor drei Jahren

Alles super an der Tanke: So günstig wie jetzt war Benzin zuletzt im Frühjahr 2011. In Deutschland müssen Autofahrer derzeit für einen Liter Super E10 im Schnitt 1,448 Euro zahlen.
Update: 22.10.2014 - 14:36 Uhr Kommentieren
Alles super: Der Ölpreisverfall kommt endlich auch beim Verbraucher an, Kraftstoffe und Heizöl sind zurzeit richtig günstig. Quelle: dpa

Alles super: Der Ölpreisverfall kommt endlich auch beim Verbraucher an, Kraftstoffe und Heizöl sind zurzeit richtig günstig.

(Foto: dpa)

München/DüsseldorfWöchentlich wertet der ADAC die Entwicklung der Spritpreise an deutschen Tankstellen aus, und die aktuelle Betrachtung zeigt: derzeit müssen Autofahrer für einen Liter Super E10 im Schnitt 1,448 Euro bezahlen. So günstig war Benzin seit dem Frühjahr 2011 nicht mehr. Im Vergleich zur vergangenen Woche ist der Benzinpreis damit um 4,2 Cent gesunken.

Auch Diesel ist erneut günstiger geworden. Ein Liter kostet im bundesweiten Mittel 1,305 Euro - gegenüber der Vorwoche ist das ein Rückgang von 2,2 Cent. „Hauptursache für den deutlichen Preisrückgang ist das anhaltend niedrige Preisniveau beim Rohöl“, erklärte der Automobilclub. Zudem konnte der Abwärtstrend des Eurokurses gebremst werden, so dass der positive Effekt des sinkenden Ölpreises direkt bei den Spritpreisen ankommen kann.

Wie kommt es zu dem Preisrückgang beim Rohöl?

Auf der Angebotsseite ist reichlich Öl vorhanden. „Die Reaktion der Produzenten lässt auf sich warten“, sagt der Hamburger Energieexperte Steffen Bukold. Saudi-Arabien, das innerhalb des Opec-Kartells sonst die Feinsteuerung des Marktes übernommen hat, will nicht allein seine Produktion kürzen.

Dahinter steht ein Kampf um Marktanteile in Asien, wo für die Opec-Staaten die einzig wachsenden Absatzmärkte für ihr Öl liegen. Die Nachfrage nach Öl verläuft wegen der verhaltenen Weltkonjunktur zudem flau und kann den Preis nicht stützen.

Was Ihr Auto wirklich verbraucht
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Erschütterndes Testergebnis

Von den 91 geprüften Fahrzeugen lag der im Unterschied zu den Herstellerangaben festgestellte Mehrverbrauch bei 55 Wagen teils deutlich über der Marke von zehn Prozent. Diese Grenze muss laut herrschender Rechtsprechung überschritten werden, wenn der Autokaufvertrag erfolgreich angefochten werden soll. Voraussetzung dafür ist in aller Regel auch das Gutachten eines anerkannten Sachverständigen, der die besagte Verbrauchsdifferenz bestätigen muss.

Die Bildergalerie zeigt die Testergebnisse ausgewählter Fahrzeuge: Die erste Ziffer gibt immer den Spritverbrauch laut Hersteller an. Die zweite den tatsächlichen Verbrauch im Rahmen des ACE-Tests.

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VW Golf

Golf 1.4 TSI: Werksangaben: 6,2 Liter Super - ACE-Test: 6,2 Liter

Golf 1.6 TDI Trendline: Werksangaben: 4,5 Liter Diesel - ACE-Test: 5,5 Liter

Golf 2.0 TDI: Werksangaben: 4,8 Liter Diesel - ACE-Test: 4,9 Liter

Golf Plus 1.4 TSI Comfortline: Werksangaben: 6,5 Liter Super - ACE-Test: 7,2 Liter

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Ford Focus

Focus 1.6 Ti-VCT: Werksangabe: 6,6 Liter Super - ACE-Test: 7,9 Liter

Focus 1.6 TDCi TREND: Werksangabe: 5,1 Liter Diesel - ACE-Test: 5,2 Liter

Focus 2.0 TDCi: Werksangabe 4,9 Liter Diesel - ACE-Test 5,1 Liter

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Audi Q3

Q3 2.0 TDI Quattro S tronic: Werksverbrauch: 5,9 Liter Diesel - ACE-Test: 7,9 Liter

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Mercedes B-Klasse

B 200 CDI: Werksangaben: 4,4 Liter Diesel - ACE-Test: 5,2 Liter

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Kia

Rio 1.4 CRDi Spirit: Werksangaben: 4,3 Liter Diesel - ACE-Test: 4,4 Liter

Cee´d 1.6: Werksangaben: 6 Liter Super - ACE-Test: 8 Liter

Cee´d 1.6 CRDi Edition 7: Werksangaben: 3,7 Liter Diesel - ACE-Test: 4,9 Liter

Cee´d Sportswagon 1.4 CRDi: Werksangaben: 4,3 Liter Diesel - ACE-Test: 5,1 Liter

Soul 1.6 CRDi: Werksangaben: 5,2 Liter Diesel - ACE-Test: 5,8 Liter

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Skoda Octavia

Octavia 1.4 TSI: Werksangaben: 6,3 Liter Super - ACE-Test: 6,8 Liter

Octavia Combi 1.8 TSI: Werksangaben: 6,6 Liter Super - ACE-Test: 7,2 Liter

Ist der gesunkene Rohölpreis voll bei den Endverbrauchern angekommen?

Nach dem Energiepreis-Monitor der European Climate Foundation sind die Preise für Energierohstoffe währungsbereinigt im September um 1,2 Prozent gefallen und gleichzeitig die Verbraucherpreise für Kraft- und Schmierstoffe um 0,4 Prozent gestiegen. Anders als in Frankreich und Italien. „Ein Teil des Anstiegs ist nur so zu erklären, dass fallende Rohstoffpreise nicht eins zu eins auf Verbraucherebene weitergegeben wurden“, heißt es in der Mitteilung der Stiftung.

Die Branche bestreitet das: „Der harte Wettbewerb der Tankstellen in Deutschland sorgt dafür, dass der gesunkene Ölpreis über niedrigere Benzin- und Dieselpreise auch bei den Verbrauchern ankommt“, sagte ein Sprecher des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV) in Berlin.

Werden Ölprodukte in der nächsten Zeit noch billiger?

Das kann niemand sagen. Schon bislang ist der Preisrückgang gebremst worden, weil der Euro gegenüber dem Dollar an Wert verloren hat. Für einen Euro bekommt ein Ölimporteur nur noch 1,28 Dollar, das sind 10 Cent weniger als vor ein paar Monaten. Deshalb braucht er mehr Euro, um die gleiche Menge Dollar für den Ölkauf aufzubringen.

Fällt der Euro noch weiter, ist das schlecht für den Autofahrer. Der Ölpreis selbst hat nach unten vielleicht weniger Luft als nach oben. Gibt die Opec bei ihrer nächsten Sitzung im November ein klares Signal, dann kann der Preis auch schnell wieder in den alten Preiskorridor oberhalb von 100 Dollar zurückkehren, meint Ölexperte Bukold.

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