Autobranche
Die Tokyo Öko Show

Die Tokyo Motor Show zeigt sich in diesem Jahr als heimelige Öko-Messe. Die größeren Aussteller zeigen auf der japanischen Autoschau ab Samstag schwerpunktmäßig Fahrzeuge mit alternativen Kraftquellen – neben den etablierten Hybridmodellen stehen meist Zukunftsautos mit Elektro- und Wasserstoffantrieb.
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TOKIO. Japans Automesse gibt sich in diesem Jahr ausschließlich grün und sanft: „Bei stehen diesmal umweltfreundliche Produkte im Mittelpunkt“, sagt Takeshi Uchiyamada, Vizepräsident und Produktvorstand des Weltmarktführers Toyota. Auch wenn dazwischen mal ein richtig PS-starkes Modell zu sehen ist, verbirgt sich unter der Haube zumindest ein Hybridantrieb – wie beim Lexus LF-Ch: Die Studie für einen künftigen Oberklassewagen soll einen richtig starken Motor bekommen. Gleichzeitig verspricht Firmenchef Akio Toyoda jedoch sinkenden Verbrauch und Schadstoffausstoß. Er sprach auf der Messe von den „Oberklasseautos des Ökozeitalters“.

Die meisten Neuvorstellungen sind in Tokio dem Trend folgend Kleinwagen und Spritsparautos. Toyota zeigte sich besonders stolz auf sein Hybridmodell „Sai“, das als großer Bruder des seit zwölf Jahren erhältlichen Prius positioniert ist. Der Konzern nennt den Sai ein Oberklassemodell, es sieht jedoch mehr aus wie eine Kreuzung zwischen dem weltweiten Klassiker Corolla und dem Prius. Die technischen Daten des Motors stimmen auffällig mit einem Lexus-Hybrid überein. Toyota zeigte außerdem Studien für Steckdosenhybride und ein reines Elektroauto.

Ein reines Elektroauto hat auch Honda im Angebot – wenn auch nur als Studie ohne Termin für die Markteinführung. Der Zweisitzer kommt betont schlicht daher und bietet keine auffälligen Merkmale. Das soll Absicht sein. „Wir haben eine Reduktion auf das Wesentliche vesucht“, sagt Chefdesigner Daisuke Sawai. Die Kunden wollten heutzutage nicht mit Funktionen überfrachtet werden, sondern versuchten ihr Leben simpler zu gestalten – daher seien auch Produkte mit Minmalfunktion mehr gefragt. Honda hat diesmal den größten Stand auf der japanischen Leitmesse. Dort ebenfalls zu sehen: ein Hybridauto, ein Wasserstoffauto, und ein familien- und behindertenfreundliches Auto.

Immerhin Nissan gibt sich etwas mehr Mühe mit Originalität und Ideen als die anderen beiden großen Anbieter. Im Land Glider schmiegen sich zwei Sitze in eine lange und dünne Kabine. Das Gefährt legt sich in die Kurve wie ein Motorrad. Auch dieses Konzeptauto fährt ausschließlich mit Strom. Nissan stellte auch den Leaf wieder aus, ein Elektroauto, das im kommenden Jahr weltweit als Massenprodukt zu haben sein soll. Vom Luxusauto Fuga gab es eine Hybridversion zu sehen.

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