Autoclub
ADAC erhöht Mitgliederbeitrag um zehn Prozent

ADAC-Mitglieder müssen sich auf höhere Kosten einstellen. Der Verband will die Beiträge 2014 um zehn Prozent erhöhen. Das beschloss der ADAC auf seiner Hauptversammlung.
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BielefeldDer Automobilclub ADAC erhöht den Beitrag für seine Mitglieder um gut zehn Prozent auf 49 Euro im Jahr. Die Erhöhung für die klassische Mitgliedschaft wurde am Samstag von der ADAC-Hauptversammlung in Bielefeld abgesegnet und soll am 1. Januar 2014 wirksam werden. Der ADAC verwies darauf, dass man die Beiträge zehn Jahre lang stabil gehalten habe. Bislang kostet die Basis-Mitgliedschaft 44,50 Euro. Gleichzeitig will der ADAC neue Mitgliedschaftsmodelle einführen.

Peter Meyer (63) bleibt weitere vier Jahre an der Spitze von Europas größtem Automobilclub. Die Hauptversammlung habe den Mülheimer Unternehmer am Samstag einstimmig im Amt bestätigt, sagte ein ADAC-Sprecher in Bielefeld. Meyer führt den ADAC seit 2001. Er war ohne Gegenkandidaten angetreten.

Auch die Vize-Präsidenten Thomas Burkhardt (59/Technik) und Hermann Tomczyk (62/Sport) seien einstimmig von den mehr als 200 Delegierten aus 18 Regionalclubs wiedergewählt worden.

Die Altersgrenze für die Wiederwahl hatte Max Stich als Vize-Präsident für den Bereich Tourismus überschritten. Als Nachfolger setzte sich Kurt Heinen (Nordrhein) gegen Axel Schlemann (Hamburg) durch.

Die Mitgliederzahl habe sich bis zum 31. Dezember 2012 um rund 556 000 Mitglieder auf insgesamt über 18,4 Millionen erhöht. Das entspreche einem Plus zum Vorjahr von rund 3,1 Prozent. Für das laufende Jahr 2013 erwartet der Club ein Wachstum von rund 430 000 Mitgliedern.

Mit den Mitgliedern habe auch die Zahl der geleisteten Pannenhilfen zugenommen. 2012 seien die rund 1700 ADAC Straßenwachtfahrer sowie die rund 940 vertraglich gebundenen Straßendienstunternehmen mehr als 4,17 Millionen Mal ausgerückt. Das seien rund 105 000 oder 2,6 Prozent Einsätze mehr als 2011 und das zweithöchste Aufkommen in der 110-jährigen Clubgeschichte.

So viele Einsätze wie noch nie habe ADAC-Luftrettung bewältigt. Die 49 Hubschrauber-Besatzungen hätten 2012 auf ihren knapp 50 000 Rettungsflügen (plus 4,1 Prozent) fast 45 000 Patienten versorgt.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Autoclub: ADAC erhöht Mitgliederbeitrag um zehn Prozent"

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  • Was der ADAC für 49 € anbietet, bekomme ich mit meiner VISA-Card der Daimler Benz Bank für 29 €. Dazu braucht man keinen Daimler zu fahren. Gilt für alle Automarken und alle auf mich zugelassenen Fahrzeuge. Aber das muss jeder selbst entscheiden, wo er sein Geld anlegt. Es gibt ja auch noch Leute, die ihren Strom oder ihr Gas bei den teuersten Anbietern beziehen. Weil sie das immer schon so gemacht haben.

  • ADAC : Beitragserhöhung mit toller Begründung !

    ...schon zehn Jahre sei der ADAC-Beitrag stabil,
    da muss eine Beitragserhöhung her, so beim ADAC.
    Über das Kosten- und Leistungverhältnis wird nicht
    berichtet... Schaut man sich die wirtschaftlichen Aktivitäten des ADAC an, so wird deutlich, daß wohl
    Profit den großen Klub vieler Automobilisten treibt.
    Wo aber bleibt der Profit,wo bleiben die Millionen € ?

    Zudem darf nicht verkannt werden, daß der ADAC in der Verkehrspolitik oft Haltungen vertritt, die nicht mit
    Vorstellungen von Millionen Verkehrsteilnehmern,auch
    nicht mit den Vorstellungen von Millionen Mitgliedern
    übereinstimmten und übereinstimmen. Da muss die Frage
    erlaubt sein, wer entscheidet und steuert eigentlich
    die ADAC - Verkehrspolitik, mit welcher Legitimation
    geschieht dieses ?

    Überlegenswert : Es gibt Alternativen zum ADAC! Jürgen
    Kalähne, früher viele Jahre im ADAC und mit goldenem Sportabzeichen des Clubs ausgezeichnet. Trennungsgrund:
    Fehlende Transparenz und der fehlende Einfluss der Mit-
    glieder auf das Vorgehen des ADAC in Verkehrsfragen.

  • @ Loewe2101

    Wenn der ADAC immer öfter wegen der Schusseligkeit von Mitgliedern ausrücken muss, die mit leeren Tank irgendwo stehengeblieben sind, deren Schlüssel aus dem verschlossenen Auto befreit werden muss oder die zu unfähig sind, einen Reifen zu wechseln, braucht man sich über Beitragserhöhungen auch nicht wundern.

    Der ADAC schleppt nicht nur Autos ab, er ist im Ausland bei einem Notfall oftmals die einzige und wirklich verlässliche Hilfe.

    Einig Europa - ja. Aber sobald irgendein Freizeit Tourist sich in Spanien oder Italien die Haxn bricht, schreit er doch sofort noch dem ADAC Ambulanzjet.

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