„Autofreier Tag“ in Südafrika
Lange Staus am autofreien Tag

Südafrikas erster „autofreier Tag“ ist am Donnerstag von den meisten Autofahrer des Landes ignoriert worden. Im Gastland der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 stauten sich die Pendler auf den Hauptverkehrsachsen der großen Städte, obwohl mehrere Politiker durch Fahrten in Bussen und Sammeltaxis Akzente zu setzen versuchten.

HB JOHANNESBURG. Einige Gewerkschaften sowie die Industrie- und Handelskammer nannten die Aktion ineffektiv und kritisierten, dass es angesichts eines nicht existenten Nahverkehrssystems gar keine verlässlichen Alternativen gebe. Die Straßenverkehrsbehörde betonte dagegen, die Verkehrsdichte sei etwas geringer gewesen als sonst.

Der Aktionstag war als freiwillige Maßnahme zunächst nur in der Metropole Johannesburg geplant, doch hatten sich andere Städte und Regionen angeschlossen. Die Organisatoren wollten unter anderem auf die Notwendigkeit aufmerksam machen, das Land auch in Sachen Verkehr für das sportliche Großereignis in knapp fünf Jahren fit zu machen.

Der Aktionstag fiel zusammen mit dem Besuch einer Delegation des Internationalen Fußballverbands (FIFA) in Südafrika.

Johannesburg und anderen Städten des Kap-Staates droht mit zweistelligen Zuwachsraten bei der Zulassungen von Neufahrzeugen nach Ansicht von Experten in einigen Jahren der Verkehrsinfarkt. Der Geschäftsführer eines großen Mietwagen-Konzerns schätzt, dass bis zur Fußball-WM 2010 eine Million weiterer Fahrzeuge auf den Straßen des Landes rollen könnten. „Wenn dann zusätzlich eine Million Fußballfans ins Land strömen - wie wollen wir die transportieren?“, zitierte die Zeitung „The Star„ Avis-Direktor Keith Rankin.

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