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Autohändler muss über Ausmaß von Unfallschäden informieren

Ein Autohändler muss sich beim Verkauf eines Unfallwagens über das Ausmaß der Schäden informieren und seinen Kunden entsprechend unterrichten. Das geht aus einem Urteil des Landgerichts Kaiserslautern hervor.

dpa KAISERSLAUTERN. Ein Autohändler muss sich beim Verkauf eines Unfallwagens über das Ausmaß der Schäden informieren und seinen Kunden entsprechend unterrichten. Das geht aus einem Urteil des Landgerichts Kaiserslautern hervor.

Nach Auffassung des Gerichts genügt es nicht, wenn der Händler zwar den Käufer auf den Unfall hinweist, das Ausmaß der Schäden aber bewusst oder aus Unwissenheit verschweigt. Der Käufer könne in diesem Fall den Wagen zurückgeben (Az.: vier O 410/04).

Das Gericht gab mit seinem Urteil der Klage eines Fahrzeugkäufers gegen einen Gebrauchtwagenhändler statt. Der Kläger hatte einen PKW gekauft, bei dem es sich nach Angaben des Händlers um einen Unfallwagen handelte. Angeblich sollten alle Unfallschäden behoben worden sein. Welche Schäden tatsächlich entstanden waren, verschwieg der Händler. Als der Wagen einige Zeit später einen Motorschaden hatte, verlangte der Käufer die Rückabwicklung des Kaufvertrages.

Das Landgericht sprach ihm nun diesen Anspruch zu. Dabei werteten es die Richter als unerheblich, ob dem Gebrauchtwagenhändler das Ausmaß des Unfallschadens bekannt war oder nicht. Denn es wäre laut Gericht seine Pflicht gewesen, sich kundig zu machen und den Käufer entsprechend zu unterrichten.

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