Autohandel
Von Opel meldet Insolvenz an

Dem traditionsreichen Autohändler Georg von Opel droht die Zahlungsunfähigkeit.

HB FRANKFURT. Das Unternehmen teilte am Montag mit, beim Amtsgericht Frankfurt Insolvenz angemeldet zu haben. Die von der Familie des Firmengründers des Rüsselsheimer Autobauers Opel aufgebaute Georg von Opel GmbH zählt zu den größten Händlern in Deutschland mit derzeit 27 Niederlassungen vor allem im Rhein-Main-Gebiet.

Durch ein Insolvenzplanverfahren solle der Fortbestand des Unternehmens und der Erhalt der meisten der 750 Arbeitsplätze gesichert werden, hieß es. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter sei Rechtsanwalt Ottmar Hermann bestellt worden, der auch bei der Pleite des Baukonzerns Philipp Holzmann dieses Amt ausgeübt hatte. Der Geschäftsbetrieb soll zunächst weiterlaufen. Eine Investorengruppe unter Führung der Deutschen Bank, die im Herbst 2005 bei Georg von Opel eingestiegen war, unterstütze die Restrukturierungspläne und wolle diese „positiv begleiten“.

Die Adam Opel AG teilte mit, der Autobauer erwarte durch die Insolvenz keine Nachteile für die Kunden. „Wir gehen davon aus, dass der Geschäftsbetrieb in den Autohäusern der Gruppe normal weiterläuft. Wir werden bemüht sein, dass unseren Kunden keinerlei Nachteile entstehen“, sagte der deutsche Vertriebsdirektor Thomas Owsianski. Die Tochter von General Motors habe ein starkes Interesse daran, dass die Abdeckung im Rhein-Main-Gebiet gut bleibe, ergänzte ein Unternehmenssprecher.

Georg von Opel sieht nach eigener Darstellung gute Chancen, den Insolvenzplan noch 2006 zu erfüllen und baut dabei auf den starken Markennamen des 1938 gegründeten Unternehmens und den festen Kundenstamm. Bereits 2007 peilt die Autohandelskette im operativen Geschäft die Rückkehr in die Gewinnzone an. Im vergangenen Jahr lag der Umsatz der Gruppe bei rund 200 Millionen Euro, in diesem Jahr soll er um zehn Prozent zulegen.

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