Autohersteller warnen vor staatlichen Bremsklötzen
Kosten für Mobilität steigen erneut

Die drastisch gestiegenen Spritpreise und die geplanten höheren Steuern für den Treibstoff dämpfen der Branche zufolge die deutsche Autokonjunktur.

HB BERLIN. „Die gestiegenen Mobilitätskosten belasten die Autokonjunktur in erheblichem Umfang“, sagte der Prognose-Experte des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Karl-Heinz Bienewitz, am Freitag in Berlin. Er verwies vor allem auf die ab 2007 um drei Prozentpunkte steigende Mehrwertsteuer und die Zwangsbeimischung von dann voll besteuertem Biokraftstoff. „Wir sehen da zusätzliche Bremsklötze auf der Autokonjunktur.“

Bereits in der Vergangenheit hätten sich die Mobilitätskosten auf die Nachfrage in Deutschland ausgewirkt. Die weltweite Belebung der Konjunktur habe sich daher nicht auf die Autoindustrie hier ausgewirkt.

Die Neuzulassungen hätten in den ersten vier Monaten 2006 hätten gerade mal ein Prozent über dem Vorjahr gelegen. Nach einer Statistik des ADAC sind die Mobilitätskosten im Jahr 2005 für eine vierköpfige Familie mit zwei Autos um 1380 Euro gegenüber 2000 gestiegen.

Mehrwert- und Biospritsteuer werden den Liter Benzin voraussichtlich zwischen fünf und sieben Cent ab 2007 verteuern.

ADAC-Vizepräsident Erhard Oehm sagte, unter anderem durch die Kürzung der Pendlerpauschale sowie Mehrwert- und Biokraftstoffsteuer würden sich die Mobilitätskosten im Jahr 2007 insgesamt um sechs Milliarden Euro erhöhen. Die Kosten hätten sich zwischen 2000 und 2005 doppelt so stark entwickelt wie die Inflation in Deutschland. Daran sei unter anderem die Ökosteuer schuld, die anders als zugesagt nicht zu einer Senkung der Rentenbeiträge geführt habe.

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