Autoindustrie
Kuga sorgt für frischen Anstrich

Kompakte Geländewagen boomen in Deutschland. Ford schickt nun das neue Modell Kuga ins Rennen. In diesen Tagen werden die ersten Fahrzeuge an die Händler ausgeliefert. Mit dem neuen Hoffnungsträger hat der US-Autobauer viel vor.

SAARLOUIS. Die Vorbereitungen im Ford -Werk Saarlouis für den Serienanlauf des kompakten Geländewagens Kuga laufen auf Hochtouren. Die ersten Fahrzeuge werden in diesen Tagen an die Händler ausgeliefert, im Juni soll das neue Modell auf den Markt kommen.

Derzeit feiert der Konkurrent des VW Tiguan seine Deutschland-Premiere auf der Leipziger Automesse AMI - gut anderthalb Jahre nachdem er in Paris angekündigt wurde. Die Aussichten sind gut. "Ford setzt damit auf ein Boomsegment", sagt Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer, Chef des Center Automotive Research (CAR) an der FH Gelsenkirchen. "Kompakte Geländewagen sind die aktuell im deutschen Automarkt am stärksten wachsende Fahrzeugklasse."

Verkauften die Hersteller im Jahr 2000 gerade einmal rund 46 000 kleine Sport Utility Vehicle (SUV), dürften es Ende 2008 fast 180 000 sein. Für das Jahr 2010 rechnet Dudenhöffer gar mit 220 000 verkauften SUV in Deutschland. Dann seien - der erhitzen Debatte um CO2-Ausstoß und hohen Spritpreisen zum Trotz - 6,5 Prozent aller in Deutschland verkauften Neuwagen kompakte SUV. Die künftigen Besitzer fahren bisher größere Geländewagen, Vans und Kombis, aber auch klassische Limousinen.

Die kompakten Modelle interpretieren die aus den USA stammende SUV-Welle europäisch. "VW Tiguan und Ford Kuga kommen genau zum richtigen Zeitpunkt auf den Markt", sagt Dudenhöffer. Die Nachfrage ist so groß, dass Volkswagen in Wolfsburg Sonderschichten fahren muss und die Produktion flexibilisiert. VWs Premiumtochter Audi will ebenso mit einem kompakten SUV nachziehen wie Mercedes-Benz. Selbst über eine kleine Version des Porsche Cayenne spekulieren Experten.

Mit dem neuen Hoffnungsträger Kuga hat der kriselnde US-Autobauer Ford viel vor. Das dynamische Design soll vor allem jüngere Zielgruppen ansprechen. 45 000 Stück sollen dieses Jahr in Saarlouis das Band verlassen, um von dort aus Europa zu erobern.

Am 25. Februar lief die Produktion an, aktuell liegt das Fertigungsziel pro Tag bei 240 Autos. Nach der Anlaufphase sollen es 1 400 sein. Rund vier Stunden brauchen die Ford-Werker pro Fahrzeug für die Montage.

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