Autokauf
Kleine Defekte zählen nicht

Verärgert über den Autohändler, der eine Reparatur verweigerte, rechnete der Autobesitzer noch alle möglichen anderen Dinge auf, die er als Mängel deklarierte. Alles Petitessen, urteilten Richter.

Ein Franke kaufte sich einen fabrikneuen Mazda M6 Kombi für 26 500 Euro. Wenig später fiel die Klimaanlage aus, zudem fand der Mann die Fahrgeräusche "ungewöhnlich". Doch der Autohändler verweigerte die geforderte kostenlose Reparatur, woraufhin der Mann sein Geld zurückforderte.

Zur Begründung zählte er weitere Mängel auf: Bei der Übergabe hätten Verbandskasten und Warndreieck gefehlt, zudem sei der Innenraum dreckig, die Heckscheibe mit einem Werbeaufkleber verschandelt und die Antenne des Autotelefons verfärbt gewesen. Nicht mal über die Funktionsweise der Freisprechanlage habe ihn der Verkäufer aufgeklärt.

Doch das Landgericht Coburg entschied: Es handele sich ausnahmslos um "kleine Defekte", die ihm selbst in der Summe nicht das Recht gäben, vom Kaufvertrag zurückzutreten (22 O 473/06).

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