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Autokauf-Ratgeber: Mit kleinem Geldbeutel zum eigenen Porsche

Wer seinen Traum vom Porsche 911 erfüllen will, kann dies mit einem Gebrauchtwagen manchmal schon unter 20.000 Euro machen. Dann sollte man bei den Details aber auch ganz genau hinsehen.

von Jürgen Schramek Quelle: mid
Porsche 911 2.0 Targa von 1967 Quelle: Pressefoto
Porsche 911 2.0 Targa von 1967 Quelle: Pressefoto

DüsseldorfDer Name "Porsche" im Allgemeinen und das Modell "911" im Besonderen sorgt für Begeisterung bei vielen Auto-Enthusiasten: Es ist und bleibt ein Traumwagen. Es gibt kaum einen Mann, der nicht einmal davon geträumt hat, einen Elfer zu besitzen. Der Faszination des Porsche 911 kann sich wohl kaum einer entziehen, seit diese Sportwagen-Ikone im Jahre 1964 mit seinem typischen Sechszylinder-Boxer-Motor im Heck das Licht der Welt erblickt hat.

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Aber was machen, wenn das nötige Kleingeld für einen neuen Porsche fehlt? Ganz einfach: nach einem gebrauchten Elfer schauen - und da gibt es jede Menge auf dem Markt.

Porsche-Modelle

Aber Vorsicht: Auch wenn der aktuelle TÜV-Report dem Traum-Porsche ein wahrlich gutes Befinden - selbst im Alter von zehn Jahren - bescheinigt. Da gibt es ein paar Dinge, die zu beachten sind, damit der Kauf nicht zum Desaster wird.

Der klassische 911 aus den Jahren von 1964 bis 1973 ist ab rund 35.000 Euro zu finden. Diese Modelle sind allerdings nur für echte Fans geeignet und inzwischen rar geworden. Sie sind laut und hart, nicht einfach zu fahren. Und gerade mit ihrer ruppigen Kupplung sind sie im normalen Stadtverkehr mehr nervend denn erfreuend.

Nur echt mit Fuchs-Felgen: Das G-Modell blickt auf eine lange Bauzeit zwischen 1974 und 1989 zurück. Neben Coupé und Targa gab es auch das Vollcabrio und einen Speedster, Vollverzinkung sichert guten Korrosionsschutz. Quelle: Pressefoto
Nur echt mit Fuchs-Felgen: Das G-Modell blickt auf eine lange Bauzeit zwischen 1974 und 1989 zurück. Neben Coupé und Targa gab es auch das Vollcabrio und einen Speedster, Vollverzinkung sichert guten Korrosionsschutz. Quelle: Pressefoto

Aufpassen sollte der Kunde beim Kauf auf Rost. Damals gab es noch keine verzinkten Karosserien, die Winter waren härter und es wurde erheblich mehr Salz gestreut. Somit konnte sich der Rost fast überall und in allen Varianten einnisten, Innenkotflügel gab es nicht.

Wird heutzutage regelmäßig als Import aus Kalifornien angeboten: Porsche 912 von 1966 Quelle: Pressefoto
Wird heutzutage regelmäßig als Import aus Kalifornien angeboten: Porsche 912 von 1966 Quelle: Pressefoto

Ein weiterer Punkt, auf den der Kunde achten sollte, ist der Ölverlust des Motors, eine typische Elfer-Schwäche nicht nur aus dieser Zeit. Um diese gänzlich zu beseitigen, muss das Triebwerk zerlegt und völlig neu abgedichtet werden. Dafür werden beim Fachhändler schnell 10.000 Euro fällig. Wer ein gepflegtes Modell aus dieser Zeit findet, sollte keine Scheu haben, den Kauf zu tätigen. Der Wertzuwachs dieser Baureihe ist in den letzten Jahren besser als mit jeder anderen Geldanlage.

Porsche 911 3.0 Turbo von 1975. Der Seriensportwagen mit dem typischen Heckspoiler kam auf 260 PS - und war berüchtigt für die Anforderungen, die er an seine Fahrer stellte.
Porsche 911 3.0 Turbo von 1975. Der Seriensportwagen mit dem typischen Heckspoiler kam auf 260 PS - und war berüchtigt für die Anforderungen, die er an seine Fahrer stellte.

Das sogenannte G-Modell wurde zwischen 1974 und 1989 gebaut, erkennbar an den Faltenbälgen zwischen Stoßfänger und Karosserie. Lange Zeit ungeliebt bei Porsche-Klassik-Freunden ist auch hier zunehmende Wertschätzung erkennbar. Besonders der erste Turbo, aber auch der Speedster sind längst in gutem Zustand über 40.000 Euro wert.

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