Autokonzern setzt weiter auf gehobene Mittelklasse
GM plant Nachfolger für Opel Signum

Der Mutterkonzern General Motors (GM) will trotz enttäuschender Absatzzahlen des Opel-Topmodells Signum einen neuen Anlauf wagen, die defizitäre deutsche Tochtergesellschaft in der oberen Mittelklasse zu etablieren.

HB FRANKFURT/M. „Es wird bei Opel wahrscheinlich ein neues gehobenes Mittelklasse-Modell oberhalb des Vectra noch vor Ende der Dekade geben“, sagte Carl-Peter Forster, der gemeinsam mit Fritz Henderson das Europageschäft von GM verantwortet.

Nach Informationen aus Unternehmenskreisen soll auch das neue Modell wieder unter den Namen Signum firmieren und wird frühestens 2008 an den Start gehen. Das Konzept der neuen Generation werde sich jedoch wesentlich stärker als bisher vom Opel–Mittelklassemodell Vectra unterscheiden, hieß es.

Eine Entscheidung von GM über einen Einstieg in die automobile Oberklasse ist damit indes nicht verbunden. Erst im Herbst vergangenen Jahres hatte Opel den Plan begraben, auf Basis der auf der vergangenen Automesse IAA vorgestellten Studie Insignia ein Oberklassen-Modell zu bauen, da der Wagen nicht profitabel gewesen wäre. Opel-Chef Hans Demant betonte damals zwar, dass nach anderen Wegen gesucht werde, um ein Modell oberhalb des Signum zu realisieren.

Insider geben solchen Plänen allerdings angesichts der sich abzeichnenden Markendifferenzierung von GM in Europa kaum mehr eine Chance. Die schwedische GM-Marke Saab sowie Cadillac werden demnach das Premium-Segment abdecken, während Opel als innovativer Volumenhersteller positioniert wird.

Der Opel Signum ist seit Mitte 2003 auf dem Markt und verkauft sich zäher als erwartet. Der Wagen, der auf dem Vectra basiert, wurde in der Öffentlichkeit stets nur als eine Modell-Variante des Vectra wahrgenommen.

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