Automobilmarkt
Auch Kleine sind sexy

Unter dem Druck der CO2-Ziele setzen jetzt auch Premiumhersteller zunehmend auf Kleinwagen. Audi und Mercedes -Benz haben große Pläne. Und auch die größeren Modelle sollen abspecken. Konkurrent Toyota ist derweil schon weiter: Die Japaner wollen bald einen Wagen mit weniger als 100 Gramm Kohlendioxid-Ausstoß auf den Markt bringen.

GENF. Die deutschen Premiumhersteller drängen ins Kleinwagensegment. Neben Audi hat auch Konkurrent Mercedes -Benz dort große Pläne. So wollen die Stuttgarter ab der kommenden Generation deutlich mehr Varianten der A- und B-Klasse-Modelle anbieten. Künftig will der Konzern mindestens 100 000 Einheiten mehr als die derzeit verkauften 280 000 Fahrzeuge in der Kompaktklasse produzieren. "Wir wollen mit den neuen Modellen auch jüngere Kunden ansprechen", sagte Daimler -Chef Dieter Zetsche.

Auch die größeren Modelle sollen abspecken: So zeigen die Stuttgarter derzeit in Genf eine C-Klasse in der neuen Sparvariante Blue Efficiency, die den Kraftstoffverbrauch um zwölf Prozent senkt. Die Variante soll sukzessive für alle Baureihen erhältlich sein. Zudem bereitet Daimler über einen Feldversuch mit 100 Elektro-Smart -Kleinwagen in London den Boden für das erste Daimler -Fahrzeug ohne Emissionen. "Wir werden ein reines Elektrofahrzeug auf den Markt bringen, aber wir haben noch nicht entschieden wann", sagte Entwicklungsvorstand Thomas Weber dem Handelsblatt.

Noch ist der Smart-Zweisitzer -Diesel mit 88 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer das Serienfahrzeug mit dem niedrigsten CO2-Emissionswert weltweit. Doch die Konkurrenz wächst. Im Jahr 2009 will Toyota eine Kleinstwagen verkaufen, der unter 100 Gramm Kohlendioxid ausstoßen soll. Eine seriennahe Studie des Wagens steht unter dem Namen IQ in Genf.

Auch VW will einen neuen Kleinstwagen unter dem Namen "up!" auf den Markt bringen. Und Opel denkt über ein neues Einstiegsmodell nach, das auf Motorrad-Komponenten zurückgreifen und nur 8 000 Euro kosten soll.

Audi wiederum will mit dem Q3 den Markt der Kompakt-SUV aufrollen. Außerdem soll der neue Audi A1 wohl ab 2010 mit BMWs Mini konkurrieren. Auch BMW feilt an einem neuen Kleinstmodell unterhalb des BMW 1er. Der Kleinwagen könnte auf einer Plattform mit der BMW -Tochter Mini stehen, hieß es in Firmenkreisen. Ende des Jahrzehnts sollen ein kleiner Geländewagens namens BMW X1 und ein intern Colorado getaufte Mini-Offroader auf den Markt kommen. Die Vorstellungskraft von BMW -Chef Norbert Reithofer hat damit noch nicht ihre Grenzen erreicht. "Wir wollen Mini zu einem eigenen kleinen Fahrzeughersteller ausbauen", sagte der BMW -Chef dem Handelsblatt, "deshalb denken wir auch über weitere Varianten nach".

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