Autos in der EU
ADAC: "Schlupflöcher bei EU-Zulassungen stopfen"

Der Automobilclub ADAC setzt sich nach den katastrophalen Ergebnissen des chinesischen Geländewagens „Landwind“ bei Crash-Tests für Änderungen im EU-Zulassungsverfahren ein.

HB HAMBURG. „Wir sind dafür, dass Schlupflöcher gestopft werden, wenn die Fahrzeugsicherheit darunter leidet“, sagte ein ADAC-Sprecher am Dienstag in München. Der chinesische Autobauer Jiangling hatte den Billig-Geländewagen per Einzelzulassung auf den deutschen Markt gebracht und musste so den obligatorischen Frontalcrash-Test nach EU-Zulassungsnorm für Serienfahrzeuge nicht absolvieren.

Wenn ein Wagen in einem EU-Land zugelassen ist, kann er auch in den anderen Staaten der Gemeinschaft auf die Straße gebracht werden.

Nach Crash-Tests hatte der ADAC im September ein vernichtendes Urteil über den „Landwind“ gefällt. Bei einem simulierten Frontalunfall hätte der Fahrer damals bei einer Geschwindigkeit von 64 Stundenkilometern keine Überlebenschance gehabt.

Die Ergebnisse der Tests wollte der ADAC am Dienstag Automobilexperten und EU-Parlamentariern in Brüssel präsentieren.

Jiangling hatte nach den Tests angekündigt, bereits ausgelieferte Fahrzeuge nachzubessern und neue Wagen mit höherer Sicherheitsausstattung auf den Markt zu bringen.

Auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) im September in Frankfurt hatten erstmals drei chinesische Autobauer ihre Modelle präsentiert, darunter auch Jiangling. Sie bereiten den Sprung auf den europäischen Markt vor.

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