Autosalon in Genf Anfang März
Audi zeigt neuen A4 auch als Avant

Audi erweitert die A4-Modellfamilie. Ein halbes Jahr nach der Markteinführung der Limousine zeigt der Autohersteller das Mittelklassemodell auf dem Genfer Autosalon (6. bis 16. März) als Kombi. Darüber hinaus sind bei Audi offenbar weitere A4-Varianten im Gespräch.

dpa/tmn INGOLSTADT. Audi erweitert die A4-Modellfamilie. Ein halbes Jahr nach der Markteinführung der Limousine zeigt der Autohersteller das Mittelklassemodell auf dem Genfer Autosalon (6. bis 16. März) als Kombi.

Die traditionell Avant genannte Karosserievariante soll noch im Frühjahr in den Handel kommen und ab 27 550 Euro kosten, teilte das Unternehmen in Ingolstadt mit. Weil das Basismodell allerdings erst im Herbst nachgereicht wird, müssen die ersten Kunden mit Preisen ab etwa 30 000 Euro rechnen. Darüber hinaus sind bei Audi offenbar weitere A4-Varianten im Gespräch.

Der neue Kombi ist laut Audi 4,70 Meter lang und überragt seinen Vorgänger um beinahe zwölf Zentimeter. Entsprechend ist das Ladevolumen gewachsen: Bei aufrecht stehender Rückbank fasst der Kombi 490 Liter. Legt man die asymmetrisch geteilte Rückbank um, passen sogar 1 430 Liter hinein. Dazu gibt es serienmäßig einen Ladeboden zum Wenden, der oben mit Teppich und unten mit einer robusten Schutzschicht bezogen ist, sowie eine Gepäckraumabdeckung, die durch leichtes Antippen nach oben fährt. Optional bietet Audi zudem eine Durchlade-Einrichtung mit Ski- und Snowboard-Tasche, ein Fixier-Set für das Gepäck und einen elektrischen Antrieb für die Heckklappe an.

Die Motorpalette übernimmt der Avant von der Limousine. Zum Start wird es zwei Benziner und zwei Diesel geben, die eine Leistungsspanne von 105 kW/143 PS bis 195 kW/265 PS abdecken. Später im Jahr folgen ein weiterer Diesel mit 125 kW/170 PS und der Basisbenziner mit 1,8 Litern Hubraum und 88 kW/120 PS. Außerdem haben die Kunden die Wahl zwischen Schalt- und Automatikgetrieben mit sechs Gängen und der stufenlosen Multitronic sowie Front- oder Allradantrieb.

Langfristig könnte Audi dem A4 Avant auch eine geländegängige allroad-Version zur Seite stellen. „Wir denken über weitere Varianten nach“, hieß es zu entsprechenden Berichten mehrerer Online-Medien in Unternehmenskreisen. In diesem Jahr werde ein A4-Geländekombi, der nach dem Vorbild des größeren A6 allroad über eine erhöhte Bodenfreiheit, Unterfahrschutz und robuste Karosserie-Anbauteile verfügen soll, jedoch „definitiv nicht“ kommen. „Das kann schon noch ein bisschen dauern“, hieß es.

Bei Audi verspricht man sich offenbar Einiges von einem solchen Derivat: So seien von der alten A6 allroad-Generation über die gesamte Bauzeit rund 90 000 Exemplare verkauft worden. Beim Nachfolger rechnet man mit ähnlichen Zahlen. Viele allroad-Kunden seien „Design-getrieben“ und wünschten einen individuelleren Kombi - oder wollten ein geländegängiges Fahrzeug, lehnten jedoch ein großes SUV und einen klassischen Offroader ab. Diesen Wünschen will Audi nun auch eine Klasse tiefer mit dem A4 allroad gerecht werden.

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