Autosalon in Genf
Opel probt die Offensive

Rote Zahlen, drohende Verluste von Arbeitsplätzen, rückläufige Marktanteile: Opels Schlagzeilen sind düster. Auf dem Genfer Autosalon liefert der Traditionshersteller aber wirklich frische Modelle und Studien.
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RüsselsheimGleich vier Weltpremieren fährt Opel in Genf auf. Der Cascada verkörpert als viersitziges Cabriolet der Mittelklasse eine ganz neue Modellreihe. Der Zafira debütiert mit einem neu entwickelten Turbodiesel mit 1,6 Liter Hubraum, der Adam R2 wird noch in diesem Jahr als preiswertes Kundensportmodell in diverse internationale Rallye-Meisterschaften eingreifen und die Studie "Adam Rocks" weist den Weg der neuen Kleinwagen-Baureihe zur breit aufgestellten Modellfamilie.

Diese Schlagzeile war Balsam für wunde Opel-Seelen: "Opel zeigt Größe", titelte die Autofachpostille "auto, motor und Sport" in ihrer Ausgabe 5/2013 bei der ersten umfassenden Vorstellung des Cascada. Optisch setzten die Stuttgarter Fachjournalisten das viersitzige Cabriolet aus Rüsselheim direkt neben dem Audi A5 Cabrio in Szene. Das Signal: Die jüngste Schöpfung aus Rüsselsheim ist auf Anhieb in der Welt der noblen offenen Viersitzer angekommen. Das liegt an zahlreichen Gemeinsamkeiten.

Der Cascada ist mit 4,7 Meter sogar rund sieben Zentimeter länger als der Audi. Beide Viersitzer verfügen über ein textiles Verdeck vom Spezialisten Magna. Die Mützen öffnen und schließen in rund 17 Sekunden mit elektrischen Motoren und verschwinden unter einer flachen Abdeckung. Die Verdeckkonstruktionen verbindet zudem die stabile Heckscheibe aus Glas und die elegante Seitenlinie, die sie den Autos bei geschlossenem Dach verleihen.

Beim Cascada lässt sich das Dach bei Geschwindigkeiten bis 50 km/h auch während der Fahrt bedienen. In der Welt der Cabrios gelten 380 Liter Gepäckraumvolumen bei geschlossenem Dach als mustergültig. Zumal sich die Ladezone dank umklappbarer Rücksitze zu Möbelmarkt-tauglichen Dimensionen erweitern lässt. Selbst bei geöffnetem Dach passen noch 280 Liter ins Heck, darunter unter anderem zwei Wasserkisten.

Die Cabrio-spezifischen Versteifungen der Karosserie und die Komfort-Elemente wie das elektrische Dach schlagen sich beim Gewicht nieder. Zwischen 1.700 und 1.800 Kilo bringt ein Cascada auf die Waage. Die Extra-Pfunde dürfen sich jedoch nicht auf die Agilität und die Fahrdynamik niederschlagen.

Deshalb spendiert Opel dem Cascada ein aufwendiges Fahrwerk mit breiter Spur und den sogenannten "Hiperstrut-Federbeinen" aus dem Astra Coupé GTC. Bei dieser Konstruktion der Vorderachse dreht sich beim Lenken nicht das ganze Federbein, sondern nur der Radträger. Das ermöglicht eine präzisere Radführung.

Dank dem reich gefüllten Motorenregal bei Opel darf sich der Cascada gleich fünf Mal bedienen. Drei Benziner und zwei Diesel decken ein Leistungsspektrum zwischen 88 kw/120 PS und 143 kW/195 PS ab. Trotz üppiger Grundausstattung, zu der unter anderem Klimaanlage, Radio, Schlüsselfernbedienung, Leichtmetallräder oder Parkpiepser zählen, startet die Preisliste für das Cabrio bei 25.945 Euro. Und hier tritt der erste gravierende Unterschied zum offenen Audi A5 auf. Für den sind Minimum 39.250 Euro fällig.

Der Kleinwagen Adam, seit Januar am Markt, hat unter anderem durch die zahlreiche Möglichkeiten der Individualisierung ein Zeichen innerhalb einer Klasse gesetzt. Doch damit ist die Karriere des 3,70 Meter langen Autos bei weitem noch nicht abgeschlossen. Auf dem Genfer Salon präsentieren die Rüsselsheimer den dreitürigen Mini-Crossover "Adam Rocks" als Studie, die aufzeigen soll, wie sich das Individualisierungspotenzial des Adam noch weiter ausbauen lässt. Mit profiliertem Design und der Möglichkeit, auch offenen Fahrspaß zu genießen, will der "Adam Rocks" die Türen zu einem neuen Marktsegment aufstoßen.

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Kommentare zu " Autosalon in Genf: Opel probt die Offensive"

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  • @Santos

    Das ist bei Ihnen vielleicht so. Opel baut sehr gute und symphatische und innovative Fahrzeuge Autos.

    Beschäftigen sie sich mal z.B mit dem größten deutschen Autohersteller VW.Was da alles im Hintergrund läuft wollen sie gar nicht wissen ..Und die verkaufen mit sehr fragwürdigen Methoden Millionen Autos.

    So etwas unterstütze ich nicht ...Schon gar nicht weil deren Zuverlässigkeit ganz miserabel ist .Glauben sie mir.
    Ich spreche aus Erfahrung da unser Firmenfuhrpark aus den
    Fahrzeugen beider Hersteller besteht.

    Ich finde man sollte Opel unterstützen..Die haben das verdient.

  • @Santos

    Das ist bei Ihnen vielleicht so. Opel baut sehr gute und symphatische und innovative Fahrzeuge Autos.

    Beschäftigen sie sich mal z.B mit dem größten deutschen Autohersteller VW.Was da alles im Hintergrund läuft wollen sie gar nicht wissen ..Und die verkaufen mit sehr fragwürdigen Methoden Millionen Autos.

    So etwas unterstütze ich nicht ...Schon gar nicht weil deren Zuverlässigkeit ganz miserabel ist .Glauben sie mir.
    Ich spreche aus Erfahrung da unser Firmenfuhrpark aus den
    Fahrzeugen beider Hersteller besteht.

    Ich finde man sollte Opel unterstützen..Die haben das verdient.

  • @Santos ..Würde heißen wenn du heute schon Krebs hättest würdest du aufgeben und dich gleich erschießen....
    Gute Aussichten und weniger CO2 Ausstoß.

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