Autotechnik
Bananen schützen Mercedes Coupés

Autobauer setzt Fasern der Frucht ein, um Steinschlag-Schäden zu verhindern: Mit Hilfe von Bananenfasern will Mercedes künftig den Unterboden von A-Klasse Coupés vor Steinschlag schützen.

FRANKFURT. Nachdem bereits seit Jahren natürlich gewachsene Materialien wie Flachs, Hanf, Sisal und Kokos erfolgreich eingebaut worden sind, wird nun erstmals auch ein Naturfaser-Bauteil im PKW-Außenbereich zur Abdeckung der Ersatzmulde eingesetzt.

Die neuartige Mischung aus Polypropylen-Thermoplast und der darin eingebetteten Bananenfaser sei von Daimler-Chrysler-Forschern patentiert und der Herstellungsprozess von dem Zulieferer Rieter Automotive umgesetzt worden, teilte das Unternehmen mit. Vor wenigen Tagen erhielt Mercedes für dieses Produkt in Paris einen Innovationspreis des europäischen Verbund-Werkstoff-Verbandes „JEC-Gruppe“. Eingebaut wird das Material bereits seit einigen Monaten.

Der philippinische Halbzeughersteller Manila Cordage liefert laut Daimler-Chrysler die Fasern der Bananenart „Musa textilis“, genannt „Abaca“. Die Abaca-Fasern sind 1,50 Meter bis 2,70 Meter lang, sehr zugfest und verrottungsbeständig, so dass sie traditionell zur Seilherstellung verwendet werden.

Die Naturfaser hilft nach Angaben von Daimler-Chrysler dabei, Kosten und Gewicht zu reduzieren. „Die Herstellung der zuvor eingesetzten Glasfaser ist sehr energieintensiv und durch die Abaca-Faser kann über 60 Prozent Primär-Energie gespart werden“, erklärte der Autobauer.

Quelle: NEWS

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