Bedarf in Europa angeblich zu gering
Premium-Hersteller prüfen Hybrid-Antrieb

Der Stuttgarter Autokonzern DaimlerChrysler will innerhalb der nächsten fünf Jahre einen Mercedes mit kombiniertem Benzin- und Elektroantrieb auf den Markt bringen und damit dem Erfolg der japanischen Konkurrenz mit solchen Hybrid-Fahrzeugen in den USA begegnen.

HB STUTTGART. "Das wird weniger als fünf Jahre dauern, und es wird ein typisches Mercedes-Premiumfahrzeug sein“, zitierte das Fachblatt „Automobilwoche“ Daimler-Chrysler-Entwicklungsvorstand Thomas Weber.

Das Hybrid-Auto sei vor allem für den Einsatz in Märkten wie den USA und Japan gedacht, sagte Weber. In Europa bestehe dafür kein ausreichender Bedarf.

Aus Kostengründen prüfe Daimler-Chrysler auch Kooperationen: „Dabei sind wir völlig offen und führen Gespräche mit geeigneten Automobilherstellern und Zulieferern“, erklärte Weber. Eine Daimler-Chrysler-Sprecherin bestätigte die Äußerungen am Montag.

Der mit Hybrid-Antrieb ausgestattete Toyota Prius ist in Nordamerika ein Verkaufsschlager. Die meisten deutschen Hersteller hoffen bisher noch, den Diesel in den USA auch für Pkw durchsetzen zu können, der dort bisher fast nur in Lkw zum Einsatz kommt. Auch Honda und Ford bieten in den USA bereits Hybrid-Fahrzeuge an.

Auch der Sportwagenhersteller Porsche prüft nach Angaben eines Sprechers den Einsatz von Hybrid-Motoren vor allem mit Blick auf den Geländewagen Cayenne. „Wir untersuchen die technische Machbarkeit dieser Antriebsart. Das ist eine äußerst interessante Alternative zum Dieselmotor“, bestätigte Porsche in Teilen einen Bericht der „Automobilwoche“.

Porsche-Vorstandschef Wendelin Wiedeking hatte den Einsatz von Dieselmotoren mehrfach kategorisch ausgeschlossen. Das Fachblatt berichtet in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe, Porsche wolle bei einer positiven Entscheidung den 270-PS-Hybridmotor des Lexus RX 400h von Toyota nutzen, der ab Dezember in den USA verkauft wird.

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