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Bei Auffahrunfall auf Pannenfahrzeug haftet Unfallfahrer nicht allein

Wer bei einer Autobahnfahrt nachts gegen ein stehendes Pannenfahrzeug prallt, muss den Schaden nicht alleine tragen. Das bestätigt ein in der Zeitschrift „OLG-Report“ veröffentlichten Urteil des Saarländischen Oberlandesgerichts (OLG) Saarbrücken.

dpa SAARBRüCKEN. Wer bei einer Autobahnfahrt nachts gegen ein stehendes Pannenfahrzeug prallt, muss den Schaden nicht alleine tragen. Das bestätigt ein in der Zeitschrift „OLG-Report“ veröffentlichten Urteil des Saarländischen Oberlandesgerichts (OLG) Saarbrücken.

Zwar treffe den Auffahrenden das überwiegende Verschulden an dem Unfall, da er nicht „auf Sicht“ gefahren sei. Der Fahrer des Pannenfahrzeugs sei aber an dem Unfall mitschuldig (Az.: vier U 167/04-21/05).

Das Gericht gab mit seinem Urteil der Zahlungsklage einer Firma gegen einen LKW-Fahrer nur zum Teil statt. Ein Lastwagen des Unternehmens hatte nachts wegen einer Reifenpanne auf der rechten Spur der Autobahn angehalten, da sich in dem Streckenabschnitt keine Standspur befand. Der beklagte LKW-Fahrer prallte mit seinem Fahrzeug auf den abgestellten Lastwagen, da er ihn zu spät bemerkt hatte. Die Firma machte geltend, der auffahrende Wagen sei zu schnell gewesen und habe daher nicht rechtzeitig bremsen können.

Das OLG teilte im Grundsatz diese Einschätzung, befand aber, auch der Fahrer des abgestellten Lastwagens sei nicht ganz unschuldig. Ihm hätte bewusst sein müssen, dass er eine enorme Gefahrenquelle geschaffen habe. Im konkreten Fall sahen die Richter daher ein Mitverschulden zu einem Drittel als gegeben an und kürzten daher den geltend gemachten Schadenersatzanspruch entsprechend.

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