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Bei Nebel vor Kreuzung immer vom Gas

Auch wer Vorfahrt hat, muss bei Nebel vor Kreuzungen seine Geschwindigkeit reduzieren. Auf ein entsprechendes Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Schleswig (Az.: sieben U 153/03) weist der Anwalt-Suchservice in Köln hin.

dpa/gms SCHLESWIG/KÖLN. Auch wer Vorfahrt hat, muss bei Nebel vor Kreuzungen seine Geschwindigkeit reduzieren. Auf ein entsprechendes Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Schleswig (Az.: sieben U 153/03) weist der Anwalt-Suchservice in Köln hin.

Gegebenenfalls ist sogar ein Tempo von weniger als 50 Kilometer pro Stunde (km/h) geboten, obwohl die Straßenverkehrsordnung eine Geschwindigkeit von bis zu 50 km/h erlaubt.

In dem verhandelten Fall war ein PKW-Fahrer, der Vorfahrt hatte, bei aufziehendem Nebel mit rund 70 km/h in eine Kreuzung eingefahren. Gleichzeitig wollte ein Treckerfahrer die Straße überqueren. Die beiden Fahrzeuge stießen zusammen. Der Autofahrer ging davon aus, dass der Treckerfahrer allein für den Unfall haften müsse. Das OLG befand jedoch, dass 70 km/h an einer Kreuzung bei Nebel zu schnell sind. Deswegen hätten sich beide Verkehrsteilnehmer verkehrswidrig verhalten. Allerdings wiege die Vorfahrtsverletzung gravierender als die überhöhte Geschwindigkeit. Der Treckerfahrer musste daher für 75 Prozent, der PKW-Fahrer für 25 Prozent der Unfallfolgen aufkommen.

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