Belgische Untersuchung
Studie sieht deutlich mehr Verkehrsopfer als offiziell gemeldet

Offizielle Statistiken über Opfer von Verkehrsunfällen sagen einer belgischen Studie zufolge nur die halbe Wahrheit.

HB BRÜSSEL. Krankenhäuser behandelten gut doppelt so viele Menschen mit schweren Verletzungen wie in den Statistiken von Polizei und Justiz auftauchten, fand Verkehrswissenschaftler Johan De Mol von der Universität Gent heraus. Vor allem Radfahrer, Fußgänger und Motorradfahrer würden viel häufiger schwer verletzt als bisher angenommen, berichtete die Zeitung „De Morgen“ am Mittwoch. „Das bedeutet, dass unsere Verkehrssicherheitspolitik auf falschen Daten basiert“, erklärte De Mol.

Das belgische Institut für Verkehrssicherheit räumt dem Bericht zufolge ein Problem mit zu niedrigen Zahlen ein. Auch andere Länder haben demnach mit Schwierigkeiten im Meldeverhalten zu kämpfen. Wissenschaftler De Mol hatte Angaben der Krankenhäuser mit den Unfallstatistiken in deren Einzugsgebiet verglichen. Dabei stellte er unter anderem fest, dass Radfahrer fünf Mal häufiger schwer verletzt würden als offiziell gemeldet.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%