Benzin 4,2 Cent teurer als noch im März
Spritpreise im April auf höchstem Stand seit August 2006

Diesel und Benzin sind im April so teuer gewesen wie zuletzt im vergangenen August. Nach Auswertungen des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV) kostete der Liter Superbenzin im April durchschnittlich 1,343 Euro. Für den Liter Diesel mussten die Autofahrer im Schnitt 1,141 Euro bezahlen.

HB HAMBURG. Diesel und Benzin sind im April so teuer gewesen wie zuletzt im vergangenen August. Nach Auswertungen des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV) kostete der Liter Superbenzin im April durchschnittlich 1,343 Euro. Für den Liter Diesel mussten die Autofahrer im Schnitt 1,141 Euro bezahlen. Der MWV führte am Donnerstag den Preisanstieg von 4,2 Cent beim Superbenzin und 2,1 Cent beim Liter Diesel gegenüber dem März auf einen „drastischen Anstieg der Beschaffungskosten am europäischen Markt“ zurück.

Vom Ölmarkt können die Autofahrer nicht auf Entlastung hoffen: Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Öl stieg an der New Yorker Rohstoffbörse am Donnerstag um 40 US-Cent auf 64,08 Dollar. Am Mittwoch war der Preis noch um über 70 Cent gefallen.

Die Preisangaben des MWV liegen sogar noch leicht über den vom ADAC ermittelten Durchschnittswerten, die am Mittwoch veröffentlicht worden waren. Vor allem der scharfe Preisanstieg beim Benzin ist nach Ansicht von Branchenkennern auf eine höhere Nachfrage vor allem aus den USA zurückzuführen. Dort gibt es nicht genug Raffinerien für den Bedarf, daher wird seit Jahren regelmäßig von Frühjahr bis Herbst während der Reisemonate Benzin aus Europa in die USA abgeführt. Diese Nachfrage treibt die Preise in Europa.

Nach Angaben des ADAC hatten die Benzinpreise am vergangenen Freitag mit 1,379 Euro ihren Jahresrekord erreicht. Der Dieselpreis erklomm diese Marke bereits am 4. April mit 1,162 Euro. Der Autoclub hatte die Mineralölkonzerne scharf kritisiert: „Eine Rechtfertigung für die mittlerweile dramatisch hohen Kraftstoffpreise gibt es nicht.“ So sei der Rohölpreis, der häufig als Begründung für Preiserhöhungen herhalten müsse, seit Wochen weitgehend konstant. Zudem hätte der Höhenflug des Euro gegenüber dem Dollar eher für niedrigere Preise sorgen müssen. Folglich hätten die Mineralölkonzerne die Preise lediglich zu ihren eigenen Gunsten nach oben getrieben, kritisierte der ADAC.

Der MWV erinnerte dagegen an den Steueranteil beim Benzin, der sich inzwischen bei 65 Prozent oder 86,9 Cent pro Liter befinde.

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