Billig-PKW Logan kommt doch nach Westeuropa
Renaults "Geiz-Auto" zielt auf deutsche Kunden

Der Renault- Konzern hat eine Strategiewende bei seinem Billig-Auto Logan vollzogen. Das so genannte „5 000-Euro-Auto“, das bisher nur in den Märkten außerhalb Westeuropas verkauft werden sollte, rollt nun doch auf den wichtigsten Markt der Franzosen, wie Renault-Chef Louis Schweitzer sagte. Bereits ab Juni 2005 werde der in Rumänien von der Tochter Dacia produzierte Wagen auch in Deutschland verkauft.

hz FRANKFURT/M. Schweitzer schränkte allerdings ein, dass der Preis in Deutschland und Frankreich voraussichtlich auf etwa 7 500 Euro heraufgesetzt werde. Begründet hat Schweitzer dies mit den zusätzlichen Transportkosten.

Das vom Renault-Konzern im Juni vorgestellte Fahrzeug war ursprünglich nur für die schnell wachsenden Märkte außerhalb Westeuropas gedacht. Der günstige Verkaufsstart und Marketingstudien hätten Renault jedoch veranlasst, den PKW unter der Marke Dacia auch in Westeuropa zu verkaufen.

Der in Rumänien gebaute Dacia Logan basiert auf einer vereinfachten Plattform des Renault Modus. Das Stufenheck-Modell kommt im Osten zu Preisen um 5 000 Euro in den Handel. Experten sind allerdings skeptisch, dass es in Westeuropa einen große Nachfrage für ein Billigauto wie den Logan gebe, wenn selbst Gebrauchtwagen eine höherwertige Mindestausstattung böten. „In Deutschland gibt es keinen Markt für 5 000-Euro-Neuwagen“, sagte der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer. Auf gewisse Standards wie ABS wollten Neuwagenkäufer heutzutage nicht verzichten.

Doch der Trend zur Aldisierung der Autoindustrie schreitet voran. Auch Peugeot-Citroën will diese Woche mit dem Peugeot 107 ein gemeinsam mit Toyota entwickeltes Auto vorstellen, das nicht mehr als 8 000 Euro kosten soll. Die deutschen Hersteller haben den Billigmarkt dagegen noch kaum entdeckt. Allein VW holt als günstigen Nachfolger des Lupo im kommenden Jahr den Fox aus Brasilien für einen Preis von unter 10 000 Euro nach Europa.

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