Bis 2018 serienreif
Mazda entwickelt einen Benzin-Selbstzünder

Oft werden sie „Diesotto“ oder „Biesel“ genannt: Benzinmotoren, die dank Selbstzündung wie ein Diesel arbeiten. Kein Autobauer hat solche Motoren bislang zur Serienreife gebracht. Mazda will das jetzt bis 2018 schaffen.
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HamburgEine Kombination aus Diesel- und Benzinmotor will Mazda bis 2018 zur Serienreife entwickeln. Der neue Saugbenziner soll laut „Auto Bild“ im Teillastbereich wie ein Diesel mit Selbstzündung arbeiten. Bei geringer und hoher Last erfolgt die Zündung wie beim Ottomotor üblich über Fremdzündung. Basis für die neuen Motoren ist der „Skyactiv“-Benziner, dessen Verdichtung von heute 14:1 auf bis zu 18:1 steigt. Das ermöglicht nach Angaben von Mazda einen um rund 30 Prozent verbesserten Wirkungsgrad des Motors gegenüber konventionellen Benzinern.

Das Konzept ist nicht neu, hat sich bei Serien-Pkw jedoch bisher nicht durchgesetzt. Erstmalig kam das Funktionsprinzip der „homogenen Kompressionszündung“ ab 1949 als Hilfsmotor für Fahrräder unter der Bezeichnung Lohmann-Motor zum Einsatz. Auch Automobilhersteller haben mit dem Zwittermotor experimentiert, darunter Opel, VW und Mercedes-Benz als „Diesotto“. Ein entsprechendes Konzeptfahrzeug hat Mercedes-Benz als F 700 auf der IAA 2007 in Frankfurt am Main erstmals vorgestellt. Über das Versuchsstadium kam bislang aber kein Hersteller hinaus.

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  • Über das Versuchsstadium kommt man hierzulande kaum hinaus, weil man nicht den Ehrgeiz und die Ausdauer der Asiaten hat und lieber den Status Quo pflegt, als sich selbst jederzeit neu zu erfinden.

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