Bisher nur drei Unfälle mit Blechschäden
Landesweit „Führerschein mit 17“ in Niedersachen

Seit knapp einem Jahr läuft in Niedersachsen das Modellprojekt „Führerschein mit 17“ - so erfolgreich, dass es von diesem Dienstag an landesweit eingeführt wird.

HB HANNOVER. „Die hohe Akzeptanz bei Fahranfängern und Eltern ist ein deutlicher Beweis: Das Modell für mehr Fahrsicherheit wird angenommen“, sagte Verkehrsminister Walter Hirche (FDP) am Montag in Hannover. Das Projekt sei in den 18 Pilotregionen bisher sehr erfolgreich gelaufen. Seit April 2004 seien in Niedersachsen rund 6 000 Genehmigungen für junge Führerscheinanwärter erteilt worden.

Gut 2 800 Fahranfänger legten nach Ministeriumsangaben bereits ihre Prüfung ab und dürfen nun in Begleitung eines Elternteils Auto fahren. 1 108 junge Menschen hätten den Modellversuch bereits abgeschlossen und ihren regulären Führerschein erhalten. In Begleitung mit Eltern habe es bisher drei Unfälle mit Blechschäden gegeben. Nur bei fünf Teilnehmern musste die Ausnahmegenehmigung zurückgezogen werden, weil sie ohne Eltern mit dem Auto unterwegs waren.

Bei dem Modellprojekt können Jugendliche bereits ein Jahr eher als üblich mit ihrer Fahrausbildung beginnen. Bis zum 18. Lebensjahr dürfen sie allerdings nur in Begleitung fahren. Das Modellprojekt soll zeigen, ob die Unfallzahlen bei jungen Fahrern verringert werden können, wenn sie zunächst nur in Begleitung fahren dürfen. Auch andere Bundesländer denken über die Einführung des „Führerscheins mit 17“ nach. Einen entsprechenden Gesetzentwurf auf Bundesebene hatte der Verkehrsausschuss des Bundestages aber Ende Januar abgelehnt.

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