Bislang nur für kleine Displays sinnvoll
Leuchtdioden ersetzen Glühbirnen

Organische Leuchtdioden – so genannte OLEDs – könnten bald Glühbirnen und Leuchtstoffröhren bei der Raumbeleuchtung ersetzen.

HB/hsn BERLIN. Die Unternehmen Merck, Osram, Philips und Samsung wollen in einer gemeinsamen Forschungsinitiative in den nächsten fünf Jahren mehr als 500 Mill. Euro in Deutschland investieren, um die Herstellung dieser Bauelemente voranzutreiben – das haben die Firmen gestern auf einem Fachkongress zur Optoelektronik in Berlin bekannt gegeben. Ziel sei, die OLEDs so billig herzustellen, dass sie mit herkömmlichen Beleuchtungsmitteln wie Leuchtstoffröhren und Glühbirnen konkurrieren können. Das Bundesforschungsministerium kündigte an, sich mit zusätzlichen 100 Mill. Euro zu beteiligen.

„OLEDs sind schon weit entwickelt, es fehlt nur eine kostengünstige Fertigung“, sagte Dietrich Bertram, Entwicklungschef im Aachener Forschungszentrum von Philips. Erste OLED-Produkte sind bereits seit einigen Jahren auf dem Markt. Sie werden als kleine Displays in Handys und Handhelds verwendet. Die Produktion der organischen Leuchtdioden erfolgt derzeit zu weit über 90 Prozent in Asien.

Bislang ist die Fertigung so teuer, dass sie sich nur für kleine Displays rechnet. Nun wollen die Firmen dafür sorgen, dass die OLEDs durch neue Produktionsmethoden auch für Anwendungen genutzt werden können, bei denen größere Bauteile benötigt werden. „Wir sind zuversichtlich, dass wir das mit heute verfügbaren Fertigungsmethoden erreichen können“, sagte Bertram. Diese Verfahren müssten jedoch weiterentwickelt werden. OLEDs sind robuster als gängige Beleuchtungssysteme und verbrauchen deutlich weniger Energie. Osram und Philips hoffen, mit der neuen Technik ihren Marktanteil zu sichern, der weltweit bei rund 40 Prozent liegt.

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