BMW 1er

Teurer Kompakter

Für den neuen 1er BMW werden mindestens 23.850 Euro fällig. Wer den kompakten Münchner sein Eigen nennen will muss sich noch bis Ende September gedulden - dann rollt der Fünftürer zu den BMW-Händlern.
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  • dpa
Der neue 1er BMW startet im Herbst: Wer ihn sich gleich zulegen will, muss den Fünftürer wählen. Der Dreitürer kommt erst im Frühjahr 2012.

Der neue 1er BMW startet im Herbst: Wer ihn sich gleich zulegen will, muss den Fünftürer wählen. Der Dreitürer kommt erst im Frühjahr 2012.

BerlinDie zweite Generation des Kompaktwagens kostet rund 1.500 Euro mehr als das aktuelle Einstiegsmodell. Der günstigste Diesel wird ab 25.950 Euro zu haben sein. Kurz nach der Premiere auf der Internationalen Automobilausstellung IAA in Frankfurt (15. bis 25. September) wird der Wagen als Fünftürer bei den Händlern stehen. Eine Variante mit drei Türen soll im Frühjahr 2012 folgen.

Der neue 1er ist dynamischer gezeichnet als sein Vorgänger: Keilförmig verlaufende Linien und breite Flanken lassen das Auto sportlicher wirken. Außerdem fällt die Karosserie neun Zentimeter länger und am Heck sieben Zentimeter breiter aus, wovon vor allem die Passagiere im Fond profitieren.

Erstmals bietet BMW bei einem seiner Modelle individuelle Designlinien an: Zur Wahl stehen "Sport" und "Urban" mit unterschiedlichen, farblich abgestimmten Zierteilen innen wie außen, 16 oder 17 Zoll großen Leichtmetallrädern und weiteren Extras. Die Designlinien schlagen mit mindestens 1.900 Euro zu Buche. Wer seinem 1er eine besonders sportliche Optik verpassen will, muss auf das M-Paket warten, das BMW für 2012 angekündigt hat.

Bei der Motorisierung müssen sich Kunden anfangs zwischen zwei 1,6 Liter großen Benzinern und drei 2,0-Liter-Dieseln entscheiden. Die Ottomotoren mit Turbo und Direkteinspritzung leisten 136 PS und 170 PS, die Selbstzünder zwischen 116 PS und 184 PS. Geschaltet wird serienmäßig per Hand mit sechs Gängen. Gegen 2.150 Euro Aufpreis gibt es eine achtstufige Automatik, die mit allen Motoren kombiniert werden kann. Den Verbrauch gibt BMW je nach Antrieb mit 4,3 bis 5,9 Litern an (CO2-Ausstoß: 114 bis 137 g/km).

Kompaktes Kraftpaket - BMW 1er M Coupé

Kompaktes Kraftpaket - BMW 1er M Coupé

Serienmäßig hat die zweite 1er-Generation unter anderem Klimaanlage, MP3-Radio, Start-Stopp-System und Rekuperationsbremsen an Bord. Auf Knopfdruck verändern alle Modellvarianten ihre Charakteristik: Im "Sport"-Modus sprechen Lenkung und Gaspedal direkter an als in der "Comfort"-Einstellung. Im "Eco Pro"-Modus sollen bis zu 20 Prozent Kraftstoffersparnis möglich sein. Extra kosten elektronische Helfer wie Tempomat, Einparkassistent, Spurhalteassistent und Rückfahrkamera.

Der Münchener Autokonzern in Modellen und Zahlen
Wertmeister 2011
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Nur zwei Jahre liegt die schwerste Krise der heimischen Autoindustrie zurück, die auch BMW, den größten Premiumhersteller der Welt, mit sich gerissen hat. Heute sieht die Situation wieder ganz anders aus: 2010 war für den Münchener Konzern das erfolgreichste Jahr der Firmengeschichte. Der Umsatz stieg um knapp 20 Prozent, der Gewinn vor Steuern verzehnfachte sich auf 4,8 Milliarden Euro. Und für dieses Jahr verspricht BMW-Chef Norbert Reithofer seinen Aktionären ein weiteres Rekordjahr. Nicht zuletzt dank striktem Sparkurs und kluger Modellpolitik mit neuen Hoffnungsträgern ...

Autoterminal Bremerhaven
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Der Konzern kommt gestärkt aus einem tiefen Tal: 2008 musste BMW zwei Milliarden Euro wegen einer verfehlten Absatzpolitik abschreiben. Vor allem in den USA hatte BMW auf Masse gesetzt und mit günstigen Leasingraten Marktanteile erkauft - bis die Blase mit den Restwerten platzte: Zurückgegebene Fahrzeuge konnten nur mit Verlust verkauft werden ...

2011 BMW X3
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BMW hatte zuletzt Glück mit dem Timing: Mitten im Aufschwung kamen frische Modelle auf den Markt. Innerhalb von drei Jahren erneuerten die Münchener 60 Prozent des Absatzvolumens. Nach dem BMW 5er (2010) und dem Geländewagen X3 folgen in diesem Jahr die Volumenmodelle der 1er-Reihe und 2012 die 3er-Reihe, die meistverkaufte Modellreihe des Konzerns.

BMW 1er M-Coupe
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Die Modellwechsel zahlen sich gleich dreifach für BMW aus. Zum einen treiben sie den Absatz, zum anderen lassen sich für die neuen Autos höhere Preise erzielen - vor allem, wenn die Konjunktur brummt. Zudem nutzt der Konzern die Modellwechsel, um längst fällige Synergien zu heben: So teilen sich 1er, 3er und die Geländewagen X1 und X3 deutlich mehr Komponenten als ihre Vorgänger.

BMW
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Im Ergebnis zieht BMW an der Konkurrenz vorbei: Zwar erlösen die Münchener mit 37.551 Euro pro Fahrzeug knapp 7.000 Euro weniger als Rivale Mercedes-Benz. Nach den Berechnungen des Duisburger Forschungsinstituts Car-Center liegt BMW jedoch beim Gewinn pro Fahrzeug mit fast 4.200 Euro mittlerweile knapp vor Mercedes (4.145 Euro) und deutlich vor Audi (3.567 Euro). Und im ersten Quartal 2011 hat BMW mit 11,9 Prozent Rendite im Autogeschäft die Rivalen Audi und Mercedes-Benz erstmals seit Jahren deutlich hinter sich gelassen.

BMW X3 - 2010
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Sieben von zehn BMW-Fahrzeugen werden in Deutschland (Bayern und Leipzig) gebaut, allerdings werden inzwischen mehr als drei Viertel der Fahrzeuge im Ausland verkauft. Die Münchener dehnen daher ihre Kapazitäten in den USA und China kräftig aus. Das US-Werk in Spartanburg wurde 2010 für eine Milliarde Euro erweitert. Im US-Bundesstaat South Carolina werden jetzt neben dem Geländewagen X5 und X6 auch der kleinere X3 gefertigt. Laut BMW-Chef Reithofer soll schon bald ein "weiteres Volumenmodell" folgen, wahrscheinlich die 3er- oder 5er-Reihe. Noch größer sind die Pläne in China: Dort ist mit dem Bau eines zweiten Werks begonnen worden. Mittelfristig wollen die Münchener bis zu 300.000 Autos in der Volksrepublik fertigen.

bmw vision connected drive
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BMW plagt die Angst, eines Tages auf den großen, sportlichen Autos sitzenzubleiben. In den Metropolen, davon ist der BMW-Chef überzeugt, wird klein oder elektrisch gefahren. Da in den Städten aber auch die BMW-Kundschaft sitzt, müssen die Münchener viel mehr Klein- und Kompaktwagen anbieten. Nur die Mini-Familie und der 1er BMW reichen da nicht. Im Jahr 2020 sollen 700.000 bis eine Millionen Fahrzeuge in dieser Kategorie - und damit doppelt so viele wie heute - verkauft werden.

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