BMW 750d xDrive

Bärenstarker Sechszylinder

Ausgerechnet in Zeiten der Dieselkrise setzt der Selbstzünder noch einmal richtig Kräfte frei. Nachdem Audi seinen bärenstarken V8-TDI vorgestellt hat, stellt BMW nun einen kaum weniger beeindruckenden Sechszylinder vor.
  • Holger Holzer
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  • Spotpress
BMW 750d xDrive - Vierfache Puste Quelle: BMW
BMW 750d xDrive

Der neue BMW-Diesel ist deutlich stärker als der Top-Selbstzünder des alten Siebeners.

Mit dem weltweit stärksten Sechszylinderdiesel kann ab Juli der BMW 7er aufwarten. Die Oberklasselimousine verfügt in der neuen Variante 750d über einen 3,0-Liter-Motor mit 294 kW/400 PS Leistung und einem Drehmoment von 760 Nm, Allradantrieb ist serienmäßig an Bord. Den Verbrauch gibt der Hersteller mit 5,9 Litern, sowohl in der Lang- als auch in der Normalversion des Siebeners. Die Preise starten bei 107.700 Euro.

Der neue Antrieb sorgt bei der Prestigelimousine für Fahrleistungen nach Sportwagenart. Der Spurt von null auf Tempo 100 soll mit Hilfe einer Achtgangautomatik in 4,6 Sekunden (Langversion: 4,7 Sekunden) absolviert sein, die Höchstgeschwindigkeit ist wie üblich elektronisch auf 250 km/h begrenzt. Aber auch souveränes Gleiten beherrscht die Limousine, nicht zuletzt wegen der bereits bei 1.000 Touren anliegenden Kraft von 450 Nm.

Leises Flaggschiff voller Luxus
Gestikulieren statt schmieren
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Im Premium-Auto soll der Touchscreen immer schön sauber bleiben. So kann man im 7er BMW kleinere Unterhaltungs- und Navi-Funktionen per Geste steuern. Eines der Probleme: Wer gerne mit den Händen redet, wird das unzuverlässige Feature schon nach wenigen Metern genervt abschalten. In Italien dürfte es praktisch unverkäuflich sein.

Eine souveräne Erscheinung
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Trotz unaufdringlicher Lackierung in dunklem Businessgrau genießt der 7er-Fahrer, dass seinem Fahrzeug viel Aufmerksamkeit geschenkt wird. Ohne Probleme wird dem Wagen die linke Autobahnspur geräumt.

Sie sind ganz oben angekommen? Dann lassen Sie doch einfach mal einen fahren!
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Wer Konzerne lenkt, Regierungen berät, Märkte bewegt, oder einfach einen Filmpreis abholt, der darf auch gerne den Chauffeur ans Steuer lassen. Im 7er BMW kann man sich hinten in der Langversion wunderbar auf Wichtigeres konzentrieren.

„Kann man damit telefonieren?“
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So lautet die am häufigsten gestellte Frage zum überdimensionierten Display Key von BMW, mit dem man den Wagen auch starten kann. Er ist so groß wie frühere Motorola-Klapphandys und hat eine fünfseitige Quernavigation. Dahinter steckt einiges an modernen Features, aber kein Telefon. Noch nicht.

Blick in den Innenraum des BMW 7ers
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Die Oberklasse-Limousine hat im Vergleich zum Vorgänger rund 200 Kilo abgespeckt, dank eines Materialmixes aus Karbon, Stahl, Aluminium und Magnesium. Einstiegsmotor ist der 265 PS starke Diesel 730d, dann kommt der 740i mit 3-Liter-V6-Biturbo und 356 PS, dann der V8 mit 450 PS, ein Plug-in-Hybrid ist angekündigt. Bislang stärkstes Modell: Der 6,6-Liter-Zwölfzylinder im M760 Li xDrive mit 600 PS.

Zeit raubendes Blättern in der mehr als 80-seitigen Preisliste erspart die Wahl der „Individual Design Komposition“:
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Ein Ausstattungspaket, für dessen Gegenwert man eine Kompakt-Limousine bekommt. Es umfasst u.a. 20-Zoll-Aluräder in Bicolor-Optik, Rückfahrkamera, Panorama-Glasdach, aktive Sitzbelüftung vorn, elektrische Komfortsitze mit Massagefunktion für Fahrer und Beifahrer, Komfortsitze hinten, Wärmekomfort-Paket, Edelholz-Lenkrad, 4-Zonen-Klimaautomatik, Surround View, Head-Up Display, das Fond-Entertainment-System nebst Tablet sowie ein Harman-Kardon-Surround-Sound-System. Preis: 34.850 Euro. Für die Extras, wohlgemerkt.

Die Familienzugehörigkeit ist unübersehbar
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Die Niere bleibt: In der imposanten und breiten Front des 7er-Flaggschiffs ist als neuestes Element das Laserlicht zu erkennen.

Möglich wird die hohe Literleistung von rund 100 kW unter anderem durch vier abgasbetriebene Turbos. Dabei sorgen zwei kompakte Lader mit variabler Turbinengeometrie sowie ein größerer Hochdrucklader für Kraft bei niedrigen Drehzahlen, ab 2.500 Umdrehungen schalte sich ein zweiter Hochdrucklader hinzu. Für sauberes Abgas soll eine Kombination aus NOx-Speicherkat und SCR-Katalysator sorgen, dazu kommt eine neuartige Abgasrückführung für die Hoch- und die Niederdruckstufe des Auflade-Systems.

Der neue BMW-Diesel ist zwar deutlich stärker als der Top-Selbstzünder des alten Siebeners (230 kW/313 PS), stellt aber keine neue Bestmarke für Pkw-Dieselmotoren allgemein. Die hält aktuell der gerade vorgestellte Audi SQ7 mit seinem 320 kW/435 PS starken Achtzylinder-TDI, der seine Lader außer mit dem Abgasstrom zusätzlich kurzzeitig elektrisch antreibt. Auch in der Allzeitwertung liegen die Ingolstädter vorn, hatten sie für den alten Q7 doch kurzzeitig einen V12-Diesel mit 368 kW/500 PS im Programm.

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3 Kommentare zu "BMW 750d xDrive: Bärenstarker Sechszylinder"

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  • Eindeutig der Delli-Troll

  • Eindeutig der Franz-Troll

  • Der Diesel hat keine Krise. Er ist heute der beste Fahrzeugantrieb. Die Krise hat der Amerikaner, weil er keinen modernen Diesle bauen kann. Darum versucht er, den abzuschaffen. Ausserdem passt es dem Ami nicht, dass VW der größte Autohersteller der Welt werden wollte. Das wird ja wohl nix mehr werden.
    Und nein, ich bin überhaupt kein VW Fan.

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