BMW erweitert mit M6 seine Modellpalette
Die Porsche-Jäger geben Gas

Jenseits der Feinstaubdiskussion wird der Kampf um die schnellsten Autos auf den Straßen härter. Immer mehr Hersteller versuchen Porsche, Ferrari & Co. das Terrain streitig zu machen. Jüngstes Beispiel: Die BMW-Tochter M GmbH bringt jetzt den „M6“ auf den Markt, abgeleitet aus dem Serien-Coupé der 6er-Reihe.

SEVILLA. „Wir zielen mit dem zweitürigen Fahrzeug auf die reine Sportwagen-Kundschaft“, sagt der Chef der M-GmbH Ulrich Bruhnke. Bruhnke, der vor gut einem Jahr von dem inzwischen mercedeseigenen Tuner AMG kam, setzt damit einen ersten scharfen Akzent. Bislang zielte die M-GmbH mit ihren Derivaten der 3er und 5er-Reihe vor allem auf motorsportbegeisterte Fahrer, denen ein Porsche zu protzig und für eine Familie zu klein ist.

Unter der Außenhaut des 6er-Serienmodells verbirgt sich ein Sportwagen, der die Nordschleife am Nürburgring unter der in der Renn-Branche magischen Acht-Minuten-Grenze schafft. 507 PS katapultieren das 106 000 Euro teure alltagstaugliche Fahrzeug in 4,6 Sekunden von Null auf 100km/h. Der M6 ist zwar noch kein Supersportwagen, aber die Münchener zeigen, dass Sie auf dem besten Weg dorthin sind.

Mit dem M 6 erweitert Bruhnke die M-Palette und hofft, den geplanten Jahresabsatz von insgesamt 20 000 M-Fahrzeugen zu übertreffen. Damit würde BMW wieder näher an den Mercedes-Tuner AMG rücken, der schon heute deutlich mehr als 20 000 Fahrzeuge verkauft.

Konkurrent Audi schickte erst 1998 mit der Quattro-GmbH die beiden Modelle RS4 und RS6 ins Rennen. Noch liegt der Absatz jährlich unter 5 000 Fahrzeugen. „Wir holen auf und werden unseren Umsatz um zehn Prozent auf mehr als 240 Millionen Euro steigern“, sagt Quattro-Chef Werner Frowein. Audis pflegt mit seinen rasenden Kombis der RS-Serie sogar noch stärker als BMW das Image des „Wolfs im Schafspelz“.

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