_

BMW: Firmenflotten enorm wichtig für Elektroautos

Das Elektroauto i3 ist technisch sicher ein großer Wurf. Doch um nicht nur Wohlhabende und Technik-Freaks anzusprechen, gewinnt eine andere Vermarktungsschiene zunehmend an Bedeutung.

Der Vorstand der BMW Group: Harald Krüger, Klaus Draeger, Frank-Peter Arndt, Norbert Reithofer, Maximilian Schöberl, Friedrich Eichiner, Ian Robertson und Herbert Diess stellten Ende Juli in Frankfurt die BMW Elektromodelle i3 und i8 vor. Die beiden Konzeptversionen bestehen zum Teil aus kohlenstofffaserverstärkten Kunststoff. Quelle: dpa
Der Vorstand der BMW Group: Harald Krüger, Klaus Draeger, Frank-Peter Arndt, Norbert Reithofer, Maximilian Schöberl, Friedrich Eichiner, Ian Robertson und Herbert Diess stellten Ende Juli in Frankfurt die BMW Elektromodelle i3 und i8 vor. Die beiden Konzeptversionen bestehen zum Teil aus kohlenstofffaserverstärkten Kunststoff. Quelle: dpa

Düsseldorf/MünchenTechnisch gesehen wird das Elektroauto i3 von BMW ein großer Wurf, von dem Konzernchef Norbert Reithofer kürzlich einen Prototypen präsentierte. Der Stadtflitzer, der 2013 auf den Markt kommt, verfügt über eine Lithium-Ionen-Batterie von Bosch und eine Karosserie aus Kohlefasern. Aufgrund der geringen Gewichts soll der i3 mit einer Akkuladung 160 Kilometer weit fahren können. Der hohe technische Aufwand wird sich auch im Preis niederschlagen: Nach bisherigen Kalkulationen wird der i3 etwa so teuer wie ein BMW der Fünfer-Baureihe.

Anzeige

BMW i-Modelle Die Zukunftsversion Marke Leichtbau

  • BMW i-Modelle: Die Zukunftsversion Marke Leichtbau
  • BMW i-Modelle: Die Zukunftsversion Marke Leichtbau
  • BMW i-Modelle: Die Zukunftsversion Marke Leichtbau
  • BMW i-Modelle: Die Zukunftsversion Marke Leichtbau

Das so genannte Megacity Vehicle wird deshalb zunächst nur an wohlhabende und technikbegeisterte Kunden verkauft werden können. Weil das nicht reicht, um die Mindestrendite zu erfüllen, rückt eine andere Vermarktungsschiene in den Mittelpunkt: das Flottengeschäft. Bei Leasing- oder Mietwagen spielen die Betriebskosten eine stärkere Rolle. Hier könnte der i3 mit voraussichtlichen Stromkosten von zwei Euro pro 100 Kilometer punkten.

Schwerpunkt Elektro-Auto

Erst vor Kurzem hat BMW sein Leasing- und Flottengeschäft mit einer Übernahme gestärkt und ein weltweites Carsharing-Angebot aufbaut. "Beides sind künftig wichtige Absatzkanäle für den i3", heißt es in BMW-Kreisen. Das Carsharing-Angebot Drive Now, für das BMW ein Joint Venture mit dem Autovermieter Sixt gegründet hat, startete kürzlich in München und hat schon 3.500 Kunden gewonnen.

Carsharing

Noch vermietet Drive Now nur konventionelle Minis und BMW 1er. Doch auf längere Sicht werde Drive Now "vor allem ein Anbieter von Elektromobilität" sein, heißt es. Im Herbst wird Drive Now auch in Berlin loslegen, 2012 folgt London. Jedes Jahr sollen zwei bis drei Städte hinzukommen, auch in Nordamerika und Asien. 2020 will das Unternehmen eine Million Kunden haben.

BMW Elektromodell i8 Quelle: dpa
BMW Elektromodell i8 Quelle: dpa

  • Die aktuellen Top-Themen
Fahrtest Range Rover Evoque: Zu sexy für eine Schlammschlacht

Zu sexy für eine Schlammschlacht

Selten hat ein Auto so schnell so starke Emotionen hervorgerufen. Nach einem halben Tag hätte ich den neuen Range Rover Evoque am liebsten stehen lassen. Doch das Beste kam dann zum Schluss.

Sondermodelle im Frühsommer 2012: Hersteller locken mit mehr Sport für die Straße

Hersteller locken mit mehr Sport für die Straße

Bei den Automodellen, die jetzt die Käufer mit speziellen Ausstattungen und Extras ködern sollen, steht vor allem der Renn- und Rallyesport im Vordergrund. Nur Dacia setzt auf Nutzwert aus Nordafrika.

Crashtests: Fünf Kindersitz-Modelle fallen durch

Fünf Kindersitz-Modelle fallen durch

33 Kindersitzen aus allen Gewichtsklassen wurde in einem Test auf den Zahn gefühlt. 17 Sitze schnitten „gut“ ab, doch fünf Produkte kassierten wegen gravierender Sicherheitsmängel beim Crash das Urteil „mangelhaft“.

  • Video

Auto-Visionen Wolf im Schafspelz - BMW 6er Gran Coupé

Auf Knopfdruck verwandelt sich das viertürige Coupé vom schnurrenden Kätzchen zum ernstzunehmenden Raubtier. Ob der Neuzugang der 6er-Baureihe seine 80.000 Euro Wert ist, verrät unser Fahrtest.