BMWs Elektro-Submarke i3 kostet weniger als ein 5er BMW

Das neue Elektroauto von BMW wird billiger als erwartet. Durch die Serienfertigung kann der Autobauer die Kosten für teure Karbonteile drastisch senken - und so auch den Opel Ampera unterbieten.
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Der BMW i3: Die Verwendung von Karbon dient dazu, das Gewicht des Elektrofahrzeuges zu senken. Quelle: Reuters

Der BMW i3: Die Verwendung von Karbon dient dazu, das Gewicht des Elektrofahrzeuges zu senken.

(Foto: Reuters)

Moses LakeBMW-Chef Norbert Reithofer will das neue Elektroauto i3 zu einem bezahlbaren Preis auf den Markt bringen. „Der i3 wird günstiger als ein 5er-BMW sein“, sagte er am Rande einer Veranstaltung im US-amerikanischen Moses Lake. Die Anschaffungskosten für das Fahrzeug werden damit unter 40.000 Euro liegen, wenn der i3 im übernächsten Jahr in den Handel kommt. Mit dem Preis unterbietet BMW sogar das Elektroauto Ampera von Opel, der ab 43.000 Euro zu haben ist.

Bislang hatten sich die Münchener über den Verkaufspreis ausgeschwiegen, Reithofer legte sich also erstmals auf eine Preisobergrenze für das neue Fahrzeug fest. Im Vergleich zu Autos mit Verbrennungsmotoren ist der neue BMW zwar vergleichsweise teuer. Da aber der i3 das erste Serienauto ist, das zu weiten Teilen aus Kohlefasern gefertigt wurde, war in der Branche mit einem höheren Preis gerechnet worden. Die Fahrgastzelle ist aus dem leichten Material gefertigt, das Fahrwerk aus Aluminium.

BMW i: Praktisch, schnell, elektrisch

Mit dem Einsatz von Karbon will BMW das Gewicht des Elektrofahrzeugs senken und damit die Energieausbeute der Batterie erhöhen, die Reichweite steigt damit. Der Werkstoff wird bislang vor allem in der Luftfahrt und nur sporadisch im Autobau eingesetzt.

Wichtiger Partner von BMW beim Bau der i-Serie ist der Kohlenstoffspezialist SGL aus Wiesbaden. Ende vergangener Woche hat Reithofer zusammen mit SGL-Chef Robert Koehler ein Werk zur Fertigung von Kohlefasern in Moses Lake im US-Bundesstaat Washington eröffnet und damit den Grundstein für die Serienfertigung gelegt. Bislang wird Karbon weitgehend händisch verarbeitet, was die Kosten in die Höhe treibt.

Die Zukunftsversion Marke Leichtbau
BMW stellt Elektroautos i3 und i8 vor
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BMW hat in Frankfurt den vollelektrischen Kompaktwagen i3 und den Hybrid-Sportwagen i8 offiziell vorgestellt. Beide Modelle werden auch im September auf der IAA zu sehen sein. Als Marktstart für den i3 hat BMW das Jahr 2013 angegeben.

BMW stellt Elektroautos i3 und i8 vor
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Ein Jahr später folgt der i8. Der Sportwagen soll mit seiner Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor in weniger als fünf Sekunden aus dem Stand auf 100 Stundenkilometer beschleunigen. Fortschrittliche Motorentechnologie und konsequenter Leichtbau sollen den Verbrauch auf drei Liter senken.

Chief Executive of German luxury carmaker BMW Reithofer stands past a 'BMW i8 Concept' as he speaks during presentation in Frankfurt
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Das Ziel von BMW-Chef Norbert Reithofer ist klar: Er will von Anfang an mit Elektroautos Geld verdienen. Zu den Preisen für die beiden Modelle machte der Konzern in Frankfurt allerdings keine Angaben. "AutoBild" geht von einem Preis um die 40.000 Euro für den i3 aus.

BMW stellt Elektroautos i3 und i8 vor
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Ebenso wenig wurde über die geplanten Stückzahlen bekannt. Reithofer: "Letztlich entscheidt der Kunde über die Zahl der produzierten Automobile." Klar ist, dass BMW rund 400 Millionen Euro in das Leipziger Werk für die Produktion der Elektro-Autos investiert hat. Bis zu 800 neue Arbeitsplätze sollen dort entstehen.

BMW stellt Elektroautos i3 und i8 vor
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Mit diesen Investitionen soll unter anderem eine klimaneutrale Produktion ermöglicht werden, wie Reithofer betont. „Dahinter stecken echter Pioniergeist und geballte Innovationskraft“, sagte der Vorstandschef.

BMW stellt Elektroautos i3 und i8 vor
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Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) lobte BMW für die geleistete Entwicklungsarbeit, die mit der Verwendung von Kohlefaser als Werkstoff im Fahrzeugbau neue Maßstäbe setze. Er sei stolz darauf, dass sich in seiner Amtszeit die Anstrengungen der Industrie zur Elektromobilität voll entfaltet hätten.

German Transport Minister Ramsauer stands next to a 'BMW i8 Concept' while he speaks during the presentation of the 'BMW i3 Concept' and 'BMW i8 Concept' cars in Frankfurt
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Ramsauer weiter: "Aus der Selbstbescheidenheit ist der Glaube an das eigene Können geworden."

Mit dem Werk in den USA und den Verarbeitungslinien in Deutschland konnte BMW nach eigenen Angaben die Kosten drastisch senken. Die Produktion von Karbonteilen sei nun genauso teuer wie die Fertigung von Aluminiumkomponenten, sagte ein Vertreter von BMW.

Auch wenn sich die Unternehmen über die Produktionskosten der Alu- und Karbonteile ausschweigen, so zeigt sich die bisherige Diskrepanz am reinen Anschaffungspreis der beiden Werkstoffe. Derzeit kostet ein Kilogramm Aluminium 1,70 Euro, bei Karbon sind es für die gleiche Menge zwischen 70 und 80 Euro. Möglich wird der Preissturz durch die industrielle Fertigung, wie ein Vertreter von BMW sagte.

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4 Kommentare zu "BMWs Elektro-Submarke: i3 kostet weniger als ein 5er BMW"

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  • der beste bericht zum thema e-autos kam neulich bei kontraste oder einen ähnlichen magazin... dort wurde erklärt, dass es ungefähr so aussieht
    -deutsche klimabilanz ist gefährdet, da die nun mal der deutschnits-SUV auf deutschen straßen zu viel ausstößt
    -e-autos werden mit o-emmisionen dagegengerechnet
    -wenn genug e-autos im verhältnis verkauft werden stimmt das klima-ziel und es können auch weiter anteilig die dicken autos gefahren werden
    -daher finanziert die regierung den autokonzernen hunderte-millionen steuergelder zur forschung/produktion von e-autos

  • Irrtum! Warum fahren dann Leute einen zum Aston Martin umgebauten iQ von Toyota für gut 40T€(hab ich tatsächlich gestern erst gesehen)? Richtig, weil sie das Geld haben!
    Man könnte auch Sie direkt fragen, warum Sie einen Porsche fahren, wo der vergleichbare GT-R doch viel günstiger ist??? Weil Autokauf eben auch eine sehr emotionale Sache ist.
    Wir reden hier auch nicht über riesige Stückzahlen. Wenn das Fahrzeug wirklich so kommt wie jetzt versprochen. dann mache ich mir über die Absatzchancen keine Sorgen, auch nicht bei dem Preis...

  • Ja und? So ein Kleinwagen muss auch preislich im Kleinwagensegment eingeordnet sein. Ansonsten interessieren sich nur ein paar Wohlhabende dafür. Es wird erst interessant, wenn die Schlagzeile lautet: Der BMW i3 kostet genau so viel, wie ein Kleinwagen höchstens kosten darf. Der Preisvergleich mit einem 5er BMW zeigt doch schon wie absurd die E-Mobilität gehypt wird. Hier wird suggeriert, dass ein E-Mobil sowas von billig sein kann. Meine Begeisterung hält sich in Grenzen. Dann fahr ich doch lieber weiter Porsche.

  • Na also, geht doch!

    ;-)

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