Börsenkrise
Noch läuft das Geschäft mit Luxusautos

Luxusautobauer können momentan nicht klagen, die Bestellbücher sind noch prall gefüllt. Doch die Turbulenzen an den Börsen könnten sich negativ auf den Nischen-Markt auswirken.
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FrankfurtKate Middleton hat es vorgemacht: Sie wählte einen fast gläsernen Rolls-Royce Phantom VI, um zur Trauung mit Prinz William in die Westminster Abbey zu gelangen. Die stilsichere Herzogin von Cambridge verfestigte mit der Wahl ihres Fahrzeugs dieses Jahr durchaus einen Trend.

Luxus läuft wieder: Die Bestellbücher im edlen Oberhaus des Automobilbaus sind prall gefüllt, viele Hersteller im feinen Kreis der Luxusautobauer peilen dieses Jahr Bestmarken an.

Doch eine mögliche abrupte Konjunkturabkühlung könnte auch die Champagnerlaune in der Beletage des Automobilbaus wieder etwas eintrüben. Noch ist nicht ausgemacht, ob die Börsenunruhen am automobilen Luxussegment zerplatzen wie Regentropfen auf einer gut polierten Motorhaube einer britischen Luxuskarosse.

Weltweite Produktion von Luxusautos

Vorerst brummt das Geschäft: Branchenexperte Christoph Stürmer vom Brancheninstitut IHS Automotive erwartet für das laufende Jahr ein sattes Absatzplus von mehr als 20 Prozent. Auch für das kommende Jahr ist er optimistisch. „Wir rechnen mit einer Abkühlung des Wachstums, aber nicht mit einem Rückgang“, sagte Stürmer.

Doch ganz folgenlos werden die Unruhen an den Börsen auch für die Luxushersteller nicht bleiben. „Ich vermute, dass auch die Kundschaft für die extremen Luxusautos angesichts der Börsenunruhen jetzt vorsichtiger wird“, lautet die Prognose von Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen. „Denn diese Klientel verliert an der Börse derzeit viel Geld.“ Im Extremfall drohe als Negativszenario ein Einbruch wie vor zwei Jahren. Im Krisenjahr 2009 war der Nischen-Markt um fast ein Drittel gegenüber dem Normaljahr 2007 eingebrochen.

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