Branchentreff in der Schweiz
Genfer Salon als Design-Forum

Automessen haben eigene Regeln. Zum Beispiel kündigen die großen Hersteller bereits Wochen vorher an, was sie präsentieren wollen. Während der Messe geben sie sich dann geheimnisvoll - um eine effektvolle Enthüllung der eigentlich bekannten Neuheiten zu inszenieren.

dpa/gms GENF. Doch gerade der Genfer Automobilsalon (3. bis 13. März) bietet abseits der großen Shows auch wirklich Neues: Der Branchentreff in der Schweiz gilt traditionell auch als Forum kleinerer Designschmieden, die Studien und Konzeptfahrzeuge vorstellen. Unter den Exponaten befindet sich zwar mancher abgehobene Ansatz mit wenig Chancen auf eine Serienfertigung. Doch interessant anzuschauen sind sie allemal.

Oft wird gar nicht beabsichtigt, eine Messestudie in Serie zu bauen. So dient der Toyota Aygo DJ in Genf als reiner Hingucker. Basis des Showcars ist der neue Kleinstwagen Aygo - und auf den will der japanische Hersteller aufmerksam machen will. Das in Orange lackierte DJ-Mobil besitzt in seiner ausfahrbaren Heckpartie zwei Plattenspieler und wattstarke Boxen.

Ebenfalls vor allem auf Aufmerksamkeit aus sind Unternehmen wie Valmet Automotive und Bertone mit ihren Studien Raceabout und Villa. Valmet will mit der Studie eines kleinen Roadsters Kompetenz in Sachen Kleinserienfertigung demonstrieren. Der Zweisitzer wurde in Zusammenarbeit mit Studenten entwickelt und in Leichtbauweise gebaut. Unter der Haube des maximal 235 Kilometer pro Stunde (km/h) schnellen Wagens steckt ein 200 kW/265 PS starker Turbomotor von Saab.

Bertone dagegen will mit dem Konzeptfahrzeug Villa alternative Türsysteme vorstellen und weitere Möglichkeiten für das Design von Großraumlimousinen aufzeigen. Der Viersitzer mutet auf den ersten Blick wie ein fahrender Wintergarten an: Er hat statt vier Türen und einem Dach aus Blech jeweils Glasflächen, die viel Licht hinein lassen. Zudem schwenkt statt eines herkömmlichen Scharniers jeweils ein Arm die Türen zunächst hydraulisch ein Stück nach außen und hebt sie dann schräg nach vorn beziehungsweise nach hinten hoch.

Einen neuen Ansatz möchte auch das spanische Unternehmen Mazel vorstellen - und zwar zur Gestaltung sportlicher Freizeitfahrzeuge. Allerdings griffen die Designer auf eine bewährte Idee zurück: Ihre Studie Javx ist eine moderne Interpretation des legendären Strandbuggy, der auf Basis des VW Käfer einst Kultstatus erlangte.

Eine zur Seite und nach oben hin offene Fahrgastzelle, grobstollige Reifen und Heckantrieb weisen den Javx als entfernten Buggy-Nachfahren aus. Allerdings besitzt der Wagen kantige Formen statt der harmonischen Rundungen des Kultautos - und als Antrieb kommt statt eines VW-Boxermotors ein Achtzylinder zum Einsatz.

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