Bugatti Veyron Black Bess

Eine Legende für zwei Millionen Euro

Die Geschichte von Bugatti ist reich an legendären Persönlichkeiten. Bei ihrer Sondermodellserie nutzt die VW-Tochter nun trotzdem erstmals ein historisches Rennauto als Namenspatron.
  • Holger Holzer
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Bugatti Veyron Black Bess - Legende Nummer fünf Quelle: Bugatti

Bugatti Veyron Black Bess. Der Preis für das auf drei Einheiten limitierte Sondermodell beträgt rund 2,15 Millionen Euro – ohne Mehrwertsteuer.

Bugatti spinnt weiter an seiner eigenen Legende. Mit dem Editions-Modell „Black Bess“ kommt nun die fünfte von sechs Sonderauflagen des Supersportwagens Veyron zur ausgewählten Kundschaft. Erstmals ist der Namensgeber keine Persönlichkeit aus der Markengeschichte, sondern um einen Rennwagen. Premiere feiert das Fahrzeug auf der Auto China in Peking (20. bis 24. April).

Den Spitznamen „Black Bess“ – entlehnt von einem legendär schnellen englischen Pferd – trug der Bugatti Typ 18, mit dem Firmengründer Ettore Bugatti 1912 das Bergrennen am Mont Ventoux gewann. Der Sportwagen mit dem rund 100 PS starken Vierzylindermotor galt seinerzeit als einer der schnellsten der Welt. Lediglich sieben Exemplare wurden gebaut, eines davon kaufte der französische Flugpionier Roland Garros.

Kunstwerke in Blech zwischen Rekorden und Pleiten
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Der Type 13 war zwar nicht das Erstlingswerk Ettore Bugattis, aber er war das erste Fahrzeug, das den Namen Bugatti trug. Die Modelle mit den Nummern 1 bis 12 hatte der Italiener für andere Hersteller, unter anderem Deutz, entickelt. Zwischen 1910 und 1920 entstanden 435 Fahrzeuge des Type 13, der auch "Pur Sang" (deutsch: Vollblut) genannt wurde. Ein Name, den Bugatti knapp 100 Jahre später nochmals für ein Sondermodell des Veyron benutzte.

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Der 1922 vorgestellte Type 30 war der erste Bugatti, der in Serie mit einem Achtzylinder-Motor ausgerüstet war. Noch eine Neuheit in einem Bugatti: Erstmals wurde bei dem Type 30 mit allen vier Rädern gebremst - damals noch über Seilzüge.

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Die Weiterentwicklung des Type 30 bekam die 35: Der Type 35 ist bis heute eines der bekanntesten Modelle der Marke. Nach seiner Einführung 1923 dominierte er fünf Jahre lang die Rennsportszene.

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Trotz seiner zwei Starrachsen hatte der Type 35 eine hervorragende Straßenlage. Der hier abgebildete Type 35B hatte erstmals einen Roots-Kompressor und brachte es so auf eine Spitzengeschwindigkeit von 210 km/h.

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Die größten Erfolge im Rennsport holte Bugatti allerdings mit einem anderen Modell: Der Type 57 G "Tank" gewann 1937 und 1939 die 24 Stunden von Le Mans. Bei beiden Siegen saß Jean-Pierre Wimille hinterm Steuer. 1939 teilte er sich das Cockpit mit einem gewissen Pierre Veyron, ein Name, der Auto-Fans heute sehr gut bekannt ist.

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Eines der Schwestermodelle hält einen anderen Rekord: Der Type 57SC "Atlantic" gilt als das teuerste Auto der Welt. Im vergangenen Jahr kam bei einer Auktion ein Fahrzeug Baujahr 1936 unter den Hammer - der unbekannte Käufer zahlte zwischen 30 und 40 Millionen Dollar für den Oldtimer. Das Fahrzeug im Bild ist aus dem Jahr 1938.

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Auch dem Bugatti Type 41 "Royale" kommt eine große Rolle in der Firmengeschichte zu. Damit sind nicht die beeindruckenden Daten (6,35 Meter Länge, 14,7 Liter Hubraum, 300 PS) gemeint. Der 1926 vorgestellte Wagen sollte den Luxus-Modellen von Rolls-Royce, Maybach und Cadillac Konkurrenz machen. Doch die Wirtschaftskrise 1929 schreckte viele Kunden ab, ein so teures und exklusives Auto zu kaufen. Die teure Entwicklung bedeutete für die Firma fast das Aus, gerade einmal sechs Exemplare wurden hergestellt. Bis heute sind alle sechs erhalten.

Das Flugzeug des Fliegerasses ist daher auch im neuen Black Bess verewigt, in Form einer Tintenzeichnung auf den Lederpaneelen der Türinnenverkleidung. Derartige Skizzen waren Anfang des 20. Jahrhunderts bei Luxusautos üblich, Bugatti hat nach eigenen Angaben eigens ein Verfahren entwickelt, dies auch zu modernen Qualitäts-Standards möglich zu machen.

Auch in anderen Bereichen versucht sich die Sonderedition vom bereits sehr exklusiven Standardmodell abzuheben – etwa durch goldenen Lack an Kühlergrill und Radnaben. Oder den mit rotem Leder bezogenen Lenkradkranz. Technisch bleibt es beim Bekannten: Als Basis dient der Veyron Grand Sport Vitesse mit 883 kW/1.200 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 408,84 km/h. Der Preis für das auf drei Einheiten limitierte Sondermodell beträgt rund 2,15 Millionen Euro – ohne Mehrwertsteuer.

Zuvor hatte Bugatti bereits vier Legenden-Modelle aufgelegt. Die seit 2013 in loser folge präsentierten Supersportler trugen die "Jean-Pierre Wimille", "Jean Bugatti", "Meo Costantini" und "Rembrandt Bugatti" - und sind trotz Preisen von deutlich über zwei Millionen Euro bereits verkauft.

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