Bugatti Veyron
Die gute Nachricht: Er fährt

Der Bugatti Veyron ist das schnellste und teuerste Serienauto der Welt. VW wird mit dem kostspieligen Erbe von Ex-Boss Ferdinand Piëch nie Geld verdienen.

Tief, geduckt in dezentem Dunkelrot rollt jetzt mit mehrjähriger Verspätung der erste Supersportwagen aus der Edelschmiede im elsässischen Molsheim. Die schlechte: Er kostet 1,16 Millionen Euro. Die Daten der automobilen Träume: 16 Zylinder, 1001 PS, 407 Kilometer pro Stunde Höchstgeschwindigkeit, von 0 auf 200 in in 7,3 Sekunden. Für die einen Symbol automobilen Größenwahns, für andere das Glanzlicht deutscher Ingenieurskunst.

Der Bugatti Veyron ist das schnellste und teuerste jemals für den Straßenverkehr zugelassene Auto. Er ist das Denkmal, das sich der langjährige VW-Chef Ferdinand Piëch gesetzt hat. Bugatti steht wie keine andere Marke des Konzerns für Piëchs Luxusstrategie. Der Bugatti sollte die Krönung des Automobilbaus werden - koste es, was es wolle. Herausgekommen ist eine Art automobile Cruise-Missile, eine Lenkwaffe, die bei 400 Kilometern Höchstgeschwindigkeit in der Schrecksekunde vor einer herannahenden Gefahr noch 111 Meter zurücklegt. Die Entwicklung verschlang einen dreistelligen Millionenbetrag. Auch wenn alle 300 geplanten Fahrzeuge verkauft werden, verdient VW damit kein Geld.

"Jeder der rechnen kann, weiß, dass wir an diesem Auto nichts verdienen. Es geht um die Wiederbelebung einer Marke und um Image", sagt Bugatti-Chef Thomas Bscher. Das könnte den Veyron für Sammler zum Objekt der Begierde machen. Die limitierte Auflage und die hohen Entwicklungs- und Produktionskosten, die einen viel höheren Kaufpreis rechtfertigen würden, verheißen Liebhabern steigende Preise. Rund 50 Automobilvernarrte aus Asien, den USA, Europa oder den Golfstaaten haben bereits bestellt, ohne die flache Flunder je Probe gefahren zu haben - gegen eine Anzahlung von 300 000 Euro versteht sich.

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