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Bus-Fahrgast muss Schaden selbst zahlen

Fahrgäste in öffentlichen Bussen müssen sich nach einem Gerichtsurteil einen festen Sitz oder eine Möglichkeit zum Festhalten suchen. Andernfalls müssen sie etwa im Falle einer Notbremsung selbst für einen Schaden aufkommen, teilt das Amtsgerichts München.

dpa/lby MÜNCHEN. Fahrgäste in öffentlichen Bussen müssen sich nach einem Gerichtsurteil einen festen Sitz oder eine Möglichkeit zum Festhalten suchen. Andernfalls müssen sie etwa im Falle einer Notbremsung selbst für einen Schaden aufkommen, teilt das Amtsgerichts München.

In dem Fall hatte sich der Kläger in einem Münchner Linienbus im Juni 2003 nicht festgehalten und war bei einer Notbremsung vorwärts geschleudert worden (AZ 341 C 8 749/04). Dabei verletzte er sich am Brustbein, zudem ging seine Brille zu Bruch. Nach dem Vorfall war er zweieinhalb Monate krank geschrieben und und litt an Schmerzen.

Der Richter wies die Klage auf Schmerzensgeld und ein neue Brille in Höhe von insgesamt knapp 2 100 Euro ab. Jeder Fahrgast habe mit einer plötzlichen Gefahrensituation zu rechnen und müsse sich deshalb selbst sichern. Da der Kläger dies nicht getan habe, sei sein Verschulden in dem Fall so schwerwiegend, dass die allgemeine Gefährdungshaftung des Beförderungsunternehmens demgegenüber zurücktrete.

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