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Cabrio- und Roadster-Zubehör sorgt für den Feinschliff

Neuen Cabrios und Roadstern fehlt in der Grundausstattung meist nicht wirklich etwas. Doch wer die Optionspreislisten und Zubehörkataloge der Hersteller und Tuner wälzt, findet zahlreiche Möglichkeiten zum Feinschliff für Form und Funktion.

dpa/gms INGOLSTADT/HOF. Neuen Cabrios und Roadstern fehlt in der Grundausstattung meist nicht wirklich etwas. Doch wer die Optionspreislisten und Zubehörkataloge der Hersteller und Tuner wälzt, findet zahlreiche Möglichkeiten zum Feinschliff für Form und Funktion.

Praktisches Zubehör und schicke Accessoires sollen den Cabrio-Sommer offenbar erst so richtig schön machen. Bereits das Angebot der Fahrzeughersteller deckt nahezu alle Bedürfnisse ab. Praktisch veranlagten Kunden bieten die Firmen zum Beispiel ein Hardtop an, das im Winter statt der Stoffhaube aufgesetzt werden kann. Ebenfalls Standardzubehör ist das Windschott, das bei offenen Fahrten vor Zugluft schützt. Für Roadster gibt es Kofferträger, die auf den Heckdeckel geschraubt werden und die Zuladungskapazität mitunter verdoppeln. Viele Hersteller bieten auch Taschensets an, die auf den Kofferraum zugeschnitten sind.

Wer seinen Roadster auch bei schlechtem Wetter offen fahren möchte, dem empfiehlt Audi für den TT eine spezielle Persenning. „Sie deckt den Innenraum ab und ist teilbar“, sagt Audi-Sprecher Udo Rügheimer in Ingolstadt.

Eher schön als praktisch sind dagegen die Accessoires, die bei den Herstellern zum jeweiligen Open-Air-Modell angeboten werden. Die Bandbreite reicht von der Cabrio-Uhr zum VW New Beetle über die spezielle Sonnenbrille zum offenen Mini bis hin zur Sturmhaube, die Porsche zum Carrera GT entwickelt hat.

Wer bei den Herstellern nicht fündig wird oder einen Gebrauchten aufrüsten möchte, dem bietet die Zubehörbranche alle Möglichkeiten. Handelsketten wie D & W aus Bochum oder Internetplattformen wie „4roadster.de“ führen Anbauteile von verchromten Überrollbügeln über Windschotts und Hardtops bis hin zu Kofferträgern und Gepäckbrücken.

Beim Wiederverkauf hat Zubehör auch Einfluss auf den Fahrzeugwert. Dabei gilt laut Thomas Lemp vom Marktbeobachter Eurotaxschwacke in Maintal (Hessen), dass es der Fahrzeugklasse angemessen sein sollte: „So ist zum Beispiel eine Klimaanlage bei Oberklasse-Cabrios Pflicht. Ein Hardtop oder Windschott ist in jeder Klasse gern gesehen.“

Negativ wirken sich extreme Umbauten wie besondere Breitreifen mit Kotflügelverbreiterungen aus. „Es ist aber schwer, den Mehr- oder Minderwert eines Fahrzeugs über das mehr oder weniger sinnvolle Zubehör zu definieren“, sagt Lemp. Vielmehr entscheidet es darüber, ob ein Fahrzeug überhaupt verkauft wird. „Aber selbst das sinnvollste Zubehör nützt wenig, wenn etwa ein Mercedes-Benz SLK weiß ist.“

Unabhängig vom möglichen Wiederverkauf empfehlen Experten Skepsis, wenn Cabrios oder Roadster mit Zubehör vom freien Markt aufgerüstet werden sollen. Vor allem Anbauteile sind mit Vorsicht zu genießen: „Zubehörteile wie Überrollbügel sind im Beispielkatalog der Stvzo erfasst und dürfen nicht einfach so am Fahrzeug angebracht werden“, sagt Hans Georg Marmit, Sprecher der Sachverständigen-Organisation KÜS in Losheim am See (Saarland). Vielmehr müsse man dort auf eine Teilegenehmigung achten und bei tieferen Eingriffen sogar zur Änderungsabnahme beim Prüfer vorfahren. „Wer Teile ohne Genehmigung anbaut oder diese in Einzelfällen erforderliche Änderungsabnahme "schwänzt", der riskiert seine Betriebserlaubnis“, warnt Marmit.

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