CAR-Studie: Autohersteller weiter in der Rabattspirale

CAR-Studie
Autohersteller weiter in der Rabattspirale

Das Rabattniveau ist unverändert hoch: Im Durchschnitt erhalten Kunden fast 20 Prozent Nachlass bei den meisterverkauften Autos in Deutschland. Ganz vorne in der Februar-Statistik ist der Opel Corsa.
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DüsseldorfDie Autonachfrage erholt sich. Dennoch findet die Industrie erst einmal nicht aus der von ihr selbst in Gang gesetzten Rabattspirale heraus. „Die konjunkturelle Entlastung im deutschen Automarkt ist noch nicht zu spüren“, sagte Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer, Chef des Center Automotive Research (CAR), dem Handelsblatt (Freitagausgabe). Hohe Eigenzulassungen der Hersteller belasteten weiterhin den Markt.

Dem noch unveröffentlichten monatlichen CAR-Rabatt-Index für Februar zu Folge, der dem Handelsblatt vorliegt, machten Eigenzulassungen auf Hersteller und Handel im Februar ein Drittel der Neuwagenverkäufe aus. Insgesamt stieg den CAR-Erhebungen zufolge die Zahl der Sonderaktionen um 16 auf 414. Hoch blieben zudem die Händlerrabatte auf die 30 meistverkauften Pkw bei Privatkunden. Im Durchschnitt erhalten Kunden 19,6 Prozent Nachlass.

Bei einzelnen Modellen ist deutlich mehr Nachlass zu bekommen: So gewähren Internetvermittler auf den Opel Corsa 37 Prozent Rabatt, nach 29 Prozent im Monat zuvor. Auffällig hohe Nachlässe beim Neuwagenkauf über die großen Internetvermittler verzeichnete CAR auch beim Ford Focus (33 Prozent), Skoda Fabia (32 Prozent), Hyundai i30 und beim Toyota Auris (jeweils 26 Prozent).

Tummelten sich im Januar noch überwiegend Importeure mit hohen Rabatten im Markt, verstärkten im Februar auch deutsche Autobauer ihre Verkaufsanreize. Bemerkenswert hoch liegen aus Dudenhöffers Sicht die Rabatte auf das meistverkaufte Auto in Deutschland, den VW Golf. Beim Kauf über die großen Internetvermittler wird der Golf den CAR-Recherchen nach im Durchschnitt mit 20 Prozent Nachlass angeboten.

Mark C. Schneider
Mark C. Schneider
Handelsblatt / Redakteur

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  • Nicht geschenkt wollte ich diese vollelektronisierten Panzerspähwagen. Sobald mir ein Hersteller anbietet: "No electronics", dann interessiere ich mich wieder für Neuwagen. Von mir aus auch gegen Aufpreis. Kein ESP, kein ASR, kein Navi, keine Abstandssensoren, kein Parkassistent und keine Spurhaltewarner - nichts, nichts, nichts. Dafür aber bitte: ebener Ladeboden, keine Ladekante, übersichtliche Karosserie, Gewicht unter 1500 kg.

  • Die Autonachfrage erholt sich! Das ist doch wohl die beschoenigendste Darstellung, die moeglich ist?
    Wenn Gutahben auf der bank nur zu Verlusten fuehren, dann kann man das auch mit einem Neuwagen realisieren! Das ist der wirkliche Grund weshalb derzeit Autos gekauft werden!
    Wenn ein deutscher kaum was versteht, vor allem nichts was Politik betrifft, doch Rechnen kann er!
    Wer kann denn so Dumm sein und sich darueber wundern, dass in dieser Situation ein paar Autos mehr verkauft werden? Gehen die Rabatte auch nur ein klein wenig zurueck, dann ist das Strohfeuer schlagartig aus!
    Also kann das wieder mal nur eine meldung des Politbueros sein, die hier zum Besten gegeben wird!
    Wo sind eigentlich die Journalisten geblieben? Sind denn nur noch Intelligenzzwerge in den Redaktionen? Naja, wie der Herr, so´s Gescherr!

  • Vielleicht sind ja auch nur die Listenpreise unserer ach so hochgelobten "Premium"-Fahrzeuge einfach viel zu abgehoben?!

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